Seenotretter-Bilanz: 1.900 Einsätze, 91 Menschen das Leben gerettet

Das Seenotrettungsboot "Neuharlingersiel" fährt durch eine Welle.
Bild: DPA | Cewe Color Ag & Co. Ohg
  • Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger rückte 2022 zu 1.900 Einsätzen aus.
  • Seenotretter halfen dabei 3.300 Menschen .
  • 91 Menschen aus Lebensgefahr befreit.

Die deutschen Seenotretter haben im vergangenen Jahr auf Nord- und Ostsee bei knapp 1.900 Einsätzen insgesamt 3.300 Menschen Hilfe geleistet. Das teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Cuxhaven mit.

Die Zahlen lagen niedriger als 2021 mit mehr als 2.000 Einsätzen und mehr als 3.500 Menschen, denen geholfen wurde. Allerdings mussten vergangenes Jahr deutlich mehr Menschen aus lebensgefährlicher Seenot gerettet werden – es waren 91 Personen nach 61 im Jahr zuvor. 306 Menschen wurden aus drohender Gefahr befreit (2021: 271). 361 Mal wurden erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert. 39 Schiffe oder Boote wurden vor dem Totalverlust bewahrt.

DGzRS erneuert Flotte mit zwei Booten

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wird 2023 zwei neue Seenotrettungsboote in Dienst stellen und so ihre Flotte erneuern. Das teilte die Organisation mit. Ein 10,1 Meter langes Seenotrettungsboot soll in Neuharlingersiel an der Küste Ostfrieslands ein älteres Modell ersetzen. Das zweite neue Boot wird von einem Trailer ins Wasser gelassen. Es soll an Stationen an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt werden.

Die DGzRS verfügt an 55 Stationen an Nord- und Ostsee über Seenotrettungskreuzer oder -Boote. Bei der Rettung von Menschen in Seenot erfüllt die Organisation eine staatliche Aufgabe, sie ist aber ein spendenfinanzierter Verein.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 10. Januar 2023, 12 Uhr