Tag der Seenotretter dieses Jahr wieder live und in Farbe

Seenotrettungsschiff fährt auf einem Gewässer
Interessierte können am Tag der Seenotretter auch Rettungsschiffe besichtigen (Archiv). Bild: DPA | Markus Scholz
  • Tag der Seenotretter erstmals seit Corona wieder in Präsenz
  • Interessierte können Rettungsstationen und -Schiffe besuchen
  • Angebote auch in Bremerhaven und Wilhelmshaven

Beim Tag der Seenotretter stehen Interessierten an diesem Sonntag erstmals seit der Pandemie wieder viele Rettungsstationen an Nord- und Ostsee offen. In den vergangenen beiden Jahren gab es jeweils eine Online-Alternative. Nun können Besucherinnen und Besucher wieder live Rettungsaktionen sehen. Außerdem bieten Helferinnen und Helfer Führungen über Rettungskreuzer und Gespräche über ihre Arbeit an. Vor der Pandemie im Jahr 2019 kamen ungefähr 30.000 Gäste.

Hubschrauber-Rettungsübung in Wilhelmshaven

In Wilhelmshaven zeigt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eine Rettungsübung mit mehreren Schiffen und einem Hubschrauber. Auch die Station in Bremerhaven öffnet ihre Pforten und bietet Gespräche und Schiffsbesichtigungen an.

Bei den Besichtigungen der Schiffe gilt das Prinzip "Open Deck". Das bedeutet, dass sich Interessierte entlang von Rundwegen die Rettungsschiffe an Deck ansehen dürfen. Damit werde gewährleistet, dass die Einheiten auch während des Tages einsatzbereit seien, sagte DGzRS-Sprecher Ralf Baur. Für alle Veranstaltungen gelten zudem Hygienekonzepte und Abstandsregeln.

Die Arbeit der Seenotretter ist nur möglich, wenn uns genügend Menschen unterstützen.

Ralf Baur, Sprecher Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Der Tag der Seenotretter sei eine Gelegenheit, um mit den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in Kontakt zu kommen, sagte Baur. "Die Arbeit der Seenotretter ist nur möglich, wenn uns genügend Menschen unterstützen." Das funktioniere etwa über Spenden, aber auch durch viel ehrenamtliches Engagement. Neben rund 180 festangestellten Kräften, die entlang der Küsten die großen Rettungskreuzer besetzen, leisten mehr als 800 Freiwillige an den insgesamt 55 Rettungsstationen Hilfe.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 31. Juli 2022, 19:30 Uhr