Bremen unter den Top 10 der größten Demos gegen rechts

Was Bremer Demonstranten über den Rechtsruck denken

Bild: Radio Bremen | Eleni Christoffers

Hunderttausende Menschen sind am vergangenen Wochenende gegen Rassismus und Diskriminierung auf die Straße gegangen. Wir berichten, wie viele Menschen wo auf der Straße waren.

Dicht an dicht drängten sich die Menschen am vergangenen Sonntag auf dem Domshof. Auch vor der Bremer Bürgerschaft und darüber hinaus protestierten Tausende. Im bundesweiten Vergleich schaffte es Bremen mit seinen rund 50.000 Teilnehmenden auf Platz sechs der meistbesuchten Demos. Im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl mit rund neun Prozent sogar unter die Top 3.

1 Berlin

In Berlin beteiligten sich nach Schätzungen der Polizei mindestens 60.000 Menschen an einem Protest im Regierungsviertel. Aufgrund der dynamischen Situation könnten es aber auch bis zu 100.000 Menschen gewesen sein, so ein Polizeisprecher. Die Veranstalter hingegen sprachen von 350.000 Teilnehmern.

2 München

Am Sonntag waren in der bayrischen Hauptstadt laut Polizei rund 80.000 Demonstranten unterwegs. Die Veranstaltung in München musste wegen des großen Andrangs allerdings abgebrochen werden – ursprünglich war mit einem Viertel an Teilnehmern gerechnet worden. Als Grund für den Abbruch wurden Sicherheitsbedenken genannt.

Hier können Sie sich externe Inhalte (Text, Bild, Video…) von Datawrapper anzeigen lassen

Stimmen Sie zu, stellt Ihr Browser eine Verbindung mit dem Anbieter her.
Mehr Infos zum Thema Datenschutz.

3 Köln

Nachdem am Samstag in Köln bereits mehr als 60.000 Menschen zusammengekommen waren, protestierten am Sonntag laut Veranstalter bis zu 70.000 Menschen. Ein Polizeisprecher hielt die Schätzung für "nicht unrealistisch". Kölner Bands unterstützten die Kundgebung "Demokratie schützen, AfD bekämpfen".

4 Hamburg

Die Hamburger Demonstration gegen rechts und die Alternative für Deutschland (AfD) musste Freitagabend wegen des großen Menschenandrangs abgebrochen werden. Grund dafür waren Sicherheitsbedenken. Die Polizei sprach von 50.000 Teilnehmern, die Veranstalter hingegen gingen von 80.000 aus. Manipulationsvorwürfe von AfD-Politiker Björn Höcke am Bildmaterial wurden entschieden zurückgewiesen.

5 Leipzig

In Leipzig hatte sich am Sonntag nach Polizeiangaben eine Teilnehmerzahl "im mittleren fünfstelligen Bereich" versammelt. Die Veranstalter sprachen von etwa 60.000 Teilnehmern – dabei waren ursprünglich gerade einmal 5.000 Menschen erwartet worden.

6 Bremen

Unter dem Motto "Laut gegen rechts" versammelten sich am Sonntag nach Schätzungen der Polizei 50.000 Bremerinnen und Bremer. Pünktlich um "fünf nach Zwölf" läuteten die Veranstalter die Demonstration auf dem Bremer Domshof ein. Sie schätzen die Teilnehmerzahl auf rund 70.000.

7 Frankfurt am Main

In Frankfurt zählte die Polizei am Samstag etwa 40.000 Demonstranten gegen Rechtsextremismus, die Veranstalter sprachen von 50.000. Unter dem Motto "Demokratie verteidigen – Frankfurt gegen AfD und Rechtsruck" hatte die Frankfurter Klimagerechtigkeitsgruppe "Koalakollektiv" die Kundgebung angemeldet.

8 Hannover

Rund 35.000 Menschen gingen nach Angaben von Polizei und Veranstaltern am Samstag in Niedersachsens Landeshauptstadt auf die Straße. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sprach bei der Demonstration in Hannover vom "gelebten Verfassungsschutz".

9 Dortmund

Bei einer Kundgebung gegen rechts in Dortmund kamen nach Angaben von Polizei und Veranstalter schätzungsweise bis zu 30.000 Menschen zusammen. Bei einer weiteren Antifa-Demo im Stadtteil Dorstfeld sollen Rechtsextremisten Pfefferspray gegen linke Demonstranten eingesetzt haben, ein Mensch wurde verletzt.

10 Freiburg

25.000 Demonstrierende gingen in Freiburg gegen rechts auf die Straße. Auf dem Platz der alten Synagoge nahm der Veranstalter die demokratischen Parteien in die Pflicht: Sie sollten verhindern, dass Menschen Parteien wie die AfD wählten. Dafür müssten sie entsprechende Lösungen entwickeln.

Autorin

Quellen: buten un binnen und dpa.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit sportblitz, 21. Januar 2024, 19:30 Uhr