Meinungsmelder

Mehrheit der Meinungsmelder befürwortet Werders Investoren-Bündnis

38-Millionen-Deal für Werder: "Wieder im positiven Bereich"

Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Ist es eine gute Lösung, dass eine regionale Gruppe 38 Millionen Euro im Verein investiert? Für den Großteil unserer Befragten ist Werder den richtigen Weg gegangen.

Ein Bündnis aus acht Unternehmern um Werders Sport-Geschäftsführer Frank Baumann und den Bauunternehmer Kurt Zech hat gemeinsam 18 Prozent der Anteile an der ausgegliederten Kapitalgesellschaft von Werder Bremen gekauft. Jahrelang war der Verein auf der Suche nach einem Investor, besonders von den organisierten Fan-Gruppen wurde das sehr kritisch begleitet.

Den "strategischen Partner", den Werder am Donnerstag nun vorstellte, sehen jedoch 71 Prozent unserer 1.076 Radio Bremen Meinungsmelder in unserer nicht repräsentativen Befragung als positiven Schritt. 18 Prozent der Befragten zeigten dem Investoren-Bündnis dagegen den "Daumen runter". Neun Prozent vermochten nicht zu beurteilen, ob es für Werder eine gute Lösung oder den Ausverkauf bedeutet.

Alles Personen, die sich klar zum SV Werder positioniert haben und bei denen man davon ausgehen kann, dass das Invest zum Wohle des Vereins getätigt wurde.

Ein 53-jähriger Meinungsmelder aus Woltmershausen

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Regionale Investoren – das kommt gut an

Bauuntenehmer Kurt Zech verschränkt die Arme
Bauunternehmer Kurt Zech gehörte bereits dem Werder-Aufsichtsrat an und ist nun Investor. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Zu den Unterstützern gehören neben Baumann und Zech auch Arnd Brüning (Schüttgutlieferant Brüning Group), Jens Christophers (Vorstand Taskforce), Marco Fuchs (Vorstand beim Raumfahrtunternehmen OHB), Martin Harren (Vorstand beim Transportunternehmen Harren Group), Klaus Meier (Geschäfstführer bei WPD, Projektenwicklungsdienstleister in der Windkraft) und Harm Ohlmeyer (Adidas-Vorstand und Werder-Aufsichtsratsmitglied).

Dass es sich um Personen mit regionalem Bezug und einer Affinität zu Werder handelt, kommt bei vielen Meinungsmeldern gut an. "38 Millionen, örtliche und bekannte Investoren mit Werder-Gen – klingt alles gut", findet ein 67-jähriger Meinungsmelder aus Schwachhausen und ein 79-jähriger Bremer fügt hinzu: "Die Verbundenheit mit der Region bleibt so besser erhalten, als wenn irgendein großer womöglich internationaler Investor einsteigt!"

"Das finanzielle Aus wird nur verschoben"

Werders Finanzchef Klaus Filbry lächelt auf dem Podium einer Pressekonferenz.
Werders Finanzchef Klaus Filbry ist glücklich über den Einstieg des Investoren-Bündnisses. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Es gibt allerdings auch Meinungsmelder mit Bedenken. Denn die Investition des Geldes knüpft das Bündnis an Bedingungen. Nicht zur Schuldentilgung, sondern ins operative Geschäft sollen die 38 Millionen Euro gesteckt werden. "Wir werden jetzt nicht in der nächsten Transferperiode das Geld ausgegeben haben", betonte Finanzchef Klaus Filbry. Die Millionen sollen demnach "nicht primär zur Schuldentilgung genutzt" werden, sondern unternehmerisch. Junge, talentierte Spieler zu kaufen, stehe im Fokus.

"Das finanzielle Aus wird nur verschoben", befürchtet ein 67-jähriger Meinungsmelder aus Obervieland. "Der Sport weicht gegebenenfalls den wirtschaftlichen Interessen", wirft ein 57-jähriger Bremer ein. Werder Bremen hat derzeit Verbindlichkeiten von 37 Millionen Euro, die Sorge über die finanzielle Schieflage des Vereins treibt viele Meinungsmelder um. Den Weg, über Anleihen, aus der prekären Situation herauszukommen, findet mancher falsch.

Die jahrelang schlechte sportliche und finanzielle Entwicklung des Vereins soll nun durch den Verkauf von Anteilen ausgebügelt werden. Welch ein Armutszeugnis für die unverständlicherweise immer noch verantwortlichen und handelnden Personen in der Führungsetage!!!

Ein 42-jähriger Meinungsmelder aus Stuhr

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Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 25. Januar 2024, 18:06 Uhr