Werders Elfer-Pechvogel Bittencourt entschuldigt sich
Eigentlich hatte Leonardo Bittencourt Werder mit seinem Pokal-Treffer zum 1:2 überhaupt erst in Tritt gebracht. Doch der Schlusspunkt wollte ihm nicht gelingen.
Einen musste es erwischen, so ist das im Elfmeterschießen. Irgendwann würde einer der Schützen vorbeischießen oder am Torwart scheitern. Und so war es auch am Mittwochabend.
Als fünfter und letzter von Werders Auserwählten trat Leonardo Bittencourt an den Elfmeterpunkt – und machte Torwart Leopold Zingerle zu Paderborns Pokal-Held.
Ich kann mich bei der Mannschaft und den Fans nur entschuldigen. Ich habe es heute verkackt. Es tut mir extrem leid für die Mannschaft, aber ich kann es leider nicht ändern.
Werder-Profi Leonardo Bittencourt
"Super begonnen, beschissen beendet"
Bittencourt fühlte sich schuldig an Werders Pokal-Aus, der 4:5-Niederlage gegen Zweitligist Paderborn. Seine Mitspieler scharten sich jedoch sofort um ihn, trösteten ihren Pechvogel, der auch genauso gut zum Helden des Abends hätte werden können.
Denn dank Bittencourts Anschlusstreffer zum 1:2 in der 65. Minute, nur eine Minute nach seiner Einwechslung, war Werder überhaupt erst in Tritt gekommen. Mit 0:2 hatten die Bremer nach bis dahin schwachem Auftritt und desolater Abwehrarbeit zurückgelegen und Bitttencourts Tor leitete die Wende ein. Allerdings ging der Schlusspunkt dann knapp daneben.
"Super begonnen, beschissen beendet", lautete Bittencourts persönliches Frust-Fazit seines Pokal-Abends. Trainer Ole Werner wollte seinem tragischen Schützen auf keinen Fall die Schuld geben: "Im Elfmeterschießen haben wir den Kürzeren gezogen – das kann passieren."
Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 20. Oktober 2022, 18:06 Uhr