Zugunfall bei Gifhorn: Fernverkehr bis Ende November gestört

"Zug fällt aus" steht auf der Anzeigetafel eines Bahnhof

Zugunfall bei Gifhorn: Fernverkehr bis Ende November gestört

Bild: DPA | Peter Steffen
  • Erhebliche Einschränkungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn.
  • Bis zum 27. November Zugausfälle und Verspätungen.
  • Auch IC-Züge der Linie Hannover–Bremen–Emden–Norddeich Mole fallen aus.

Nach dem Güterzugunglück im Kreis Gifhorn in Niedersachsen müssen Bahnreisende deutlich länger Geduld haben als bisher angenommen. Nach Bahn-Angaben wird es bis mindestens 27. November Zugausfälle und Verspätungen geben.

Die ICE-Strecke Hannover-Berlin ist nach einem Unfall gesperrt. Züge müssen deshalb eine lange Umleitung fahren. Die Bergungsarbeiten werden durch ausströmendes Propangas behindert.

Reisende sollten sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindungen informieren, teilte die Bahn mit. Unter anderem fallen die IC-Züge Leipzig – Magdeburg – Hannover – Bremen – Emden – Norddeich Mole zwischen Leipzig und Hannover aus.

Zwei Güterzüge kollidierten

Beschädigter Zug-Waggon
Ein nach dem Zugunglück beschädigter Waggon. Bild: DPA | Fernando Martinez Lopez

In der Nacht zu Donnerstag waren zwei Güterzüge zwischen Leiferde und Dalldorf kollidiert. Einer der Züge hatte an einem Signal gehalten, der zweite Güterzug – bestehend aus 25 mit Propangas gefüllten Kesselwaggons – fuhr aus ungeklärter Ursache auf. Zwei Kesselwagen kippten daraufhin um, zwei weitere entgleisten.

Der Lokführer des auffahrenden Zuges wurde leicht verletzt und kam ins Krankenhaus.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 19. November 2022, 7 Uhr