Norddeutscher Bahnverkehr nach Zugunfall bis Sonntag beeinträchtigt

Beschädigte Güterzüge nach Kollision

Güterzugunfall: Bahnverkehr in Norddeutschland stark beeinträchtigt

Bild: DPA | Fernando Martinez Lopez
  • Erhebliche Einschränkungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn.
  • Auch Züge der IC-Linie 56 Hannover–Bremen–Emden–Norddeich Mole fallen aus.
  • Bahn setzt ab Bremen Ersatzzüge ein.

Nach der Kollision zweier Güterzüge in der Nähe von Gifhorn müssen Bahnreisende im Norden noch bis mindestens Sonntagabend mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen. Die Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin ist derzeit gesperrt.

Betroffen davon sind auch zahlreiche andere Verbindungen, teilte die Deutsche Bahn mit. Im Fernverkehr kommt es zu erheblichen Einschränkungen. Betroffen ist unter anderem die IC-Linie 56, die von Hannover über Bremen und Emden nach Norddeich Mole führt. Nach Angaben der Bahn fallen vorerst alle Züge dieser Linie aus. Zumindest in Richtung Norddeich Mole stellt die Bahn aber Ersatzzüge ab Bremen bereit. Betroffen sind auch Fernverkehrs-Verbindungen von Nordrhein-Westfalen über Hannover nach Berlin.

Zwei Güterzüge kollidierten – Gas tritt aus

Beschädigter Zug-Waggon
Ein nach dem Zugunglück beschädigter Waggon. Bild: DPA | Fernando Martinez Lopez

Am Morgen waren zwei Güterzüge zusammengestoßen. Einer der Züge hatte an einem Signal gehalten, der zweite Güterzug – bestehend aus 25 mit Propangas gefüllten Kesselwaggons – fuhr aus ungeklärter Ursache auf. Zwei Kesselwagen kippten daraufhin um, zwei weitere entgleisten.

Der Lokführer des auffahrenden Zuges wurde leicht verletzt und kam ins Krankenhaus. Die Aufräumarbeiten könnten sogar über das Wochenende hinaus andauern.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 17. November 2022, 11 Uhr