Bremer Windkraftunternehmen WPD trennt sich von Offshore-Sparte

Eine Frau steht vor einer blauen Wand. Neben ihr steht ein Modellwindrad.

Bremer Windkraftunternehmen WPD trennt sich von Offshore-Sparte

Bild: DPA | Ingo Wagner
  • US-amerikanischer Fonds kauft Offshore-Sparte von WPD
  • Auswirkungen für Beschäftigte sind noch unklar
  • Bremer Unternehmen gilt als einer der größten Windkraft-Entwickler weltweit

Das größte Bremer Windkraftunternehmen WPD trennt sich von seiner Offshore-Sparte. Das hat die Firma am Morgen bekanntgegeben. Käufer ist der US-amerikanische Fonds "Global Infrastructure Partners", der sich unter anderem auf Engergieprojekte spezialisiert hat. Das WPD-Offshore-Geschäft umfasst Beteiligungen an fünf bereits existierenden oder im Bau befindlichen Windparks in Deutschland, Frankreich und Taiwan.

Vor dem heutigen Deal beschäftigte die WPD-Gruppe rund 3.600 Menschen weltweit. Wie viele Mitarbeitende von dem Verkauf betroffen sind und was der Eigentümerwechsel für sie bedeutet, ließ WPD auf Anfrage von buten un binnen zunächst offen. Auch über den Verkaufspreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

WPD rechnet mit höherer Nachfrage bei Onshore- und Solar-Projekten

Aus einer Pressemitteilung geht hervor, dass sich das Unternehmen mit Sitz in der Überseestadt nun auf Windkraftprojekte an Land sowie Solarenergie konzentrieren will. "Die WPD AG wird ihre Onshore-Wind- und Solaraktivitäten in 30 Ländern in Europa, Asien, Chile und den USA weiter ausbauen", wird WPD-Vorstand Björn Nullmeyer zitiert. Man rechne bis 2024 mit einer Verdopplung des Volumens in diesem Bereich.

Branchenkenner gehen davon aus, dass das Offshore-Geschäft für die WPD nicht mehr attraktiv war. Das Bremer Unternehmen sei zwar einer der größten Windkraft-Entwickler weltweit, Offshore-Projekte seien aber zuletzt immer häufiger an noch deutlich finanzstärkere Konsortien vergeben worden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 6. Mai 2022, 11 Uhr