Windkraftbranche fordert in Bremerhaven schnellere Genehmigungen

Die Windkrafträder des Offshore-Windparks _Nordergründe_ vor dem Sielhafen von Dorum. Ein aus Bremerhaven kommendes Auto-Transportschiff passiert die Anlage.
Bild: DPA | Ingo Wagner
  • Windkraftbranche trifft sich in Bremerhaven zur "Windforce"
  • Branche fordert schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren
  • Branchentreffen geht drei Tage lang

Die Windkraftbranche trifft sich am Montagnachmittag auf der Bremerhavener Lloyd Werft. Im Mittelpunkt des dreitägigen Branchentreffens "Windforce" stehen vor allem die geplanten Ausbauziele der Bundesregierung für Windparks auf hoher See. Mit Offshore-Windkraft soll in Zukunft deutlich mehr Energie produziert werden, um die Klimaziel der Bundesregierung zu erreichen und die Abhängigkeit von russischem Öl und Gas zu verringern.

Mehr Windkraft auf See ist nur mit mehr Fachkräften zu erreichen, so Vertreter der Branche. Sie rechnen damit, dass sich die Zahl der Jobs in der Offshore Windkraft bis zum Jahr 2030 auf 40.000 verdoppeln wird. Eine Ausbildungsoffensive sei notwendig.

Außerdem fordern sie schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren. Nach Ansicht der Branche sind nur so die angepeilten Ziele der Bundesregierung für den Ausbau der Offshore-Energie zu erreichen.

Wasserstoffproduktion ebenfalls Thema beim Treffen

Die Leistung der Offshore Windparks soll nach den Plänen des Bundes von heute rund acht Gigawatt bis zum Jahr 2030 auf 30 Gigawatt steigen. 70 Gigawatt sollen es 2045 sein. Rund 250 Fachleute aus Wirtschaft, Forschung, Wissenschaft und Politik sind für das Treffen angemeldet. In Vorträgen und Diskussionen geht es auch um Themen wie schwimmende Windanlagen auf See und Wasserstoffproduktion aus Offshore-Windenergie.

Ausbau der Offshore-Windkraft: Ist das bis 2030 überhaupt realistisch?

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 20. Juni 2022, 7 Uhr