Schreckschusspistolen nur noch mit Waffenschein? Bremen ist dafür

Eine Schreckschusspistole liegt auf einem Tisch. Daneben Munition.
Bild: DPA | Rolf-Peter Stoffels/Geisler-Foto
  • Innenministerin Faeser will Waffenrecht verschärfen.
  • Schreckschusspistolen und Armbrüste nur noch mit Waffenschein.
  • Innensenator Ulrich Mäurer findet den Vorschlag gut.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) erhält für ihre geplanten Verschärfungen im Waffenrecht Zuspruch von Parteikollegen aus Bremen und Niedersachsen. In Bezug auf Schreckschusspistolen sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD): "Diese Art von Verschärfung macht durchaus Sinn. Diese Waffen sehen täuschend echt aus und sind durchaus gefährlich, wie einige Vorfälle – auch aus der Silvesternacht – zeigen."

Schreckschusspistolen und die bei Reichsbürgern beliebten Armbrüste sollen künftig nur mit einem Waffenschein zu haben sein. Das Vorhaben hatte Faeser nach den Silvester-Krawallen und den aufgeflogenen Putschplänen einer Reichsbürger-Gruppe angekündigt.

Bestimmte halbautomatische Waffen sollen verboten werden

Auch Bremens Innensenator, Ulrich Mäurer (SPD), unterstützt grundsätzlich Gesetzesverschärfungen im Bereich der Schreckschusswaffen. Man könne sich allerdings erst dann detailliert und klar positionieren, wenn der Entwurf in die Länderabstimmung gegangen sei.

Mäurer zeigte sich zudem erfreut, dass bestimmte halbautomatische Langwaffen verboten werden könnten. Einen solchen Vorschlag habe Bremen schon 2017 im Bundesrat eingebracht. Bremen unterstütze auch das Vorhaben, Schießstätten künftig strenger zu regulieren, damit Extremisten dort keinen Zugang fänden.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. Januar 2023, 10 Uhr