Bremer Polizei sitzt auf tausenden unbearbeiteten Akten

Eine Hand zieht eien Akte aus einer Registratur

Bremer Polizei sitzt auf tausenden unbearbeiteten Fällen

Bild: DPA | Stefan Puchner
  • 21.000 Polizei-Akten sind noch unbearbeitet.
  • Das sind 4.000 mehr als Ende 2021.
  • Grund dafür ist unter anderem Personalmangel bei der Polizei.

In der Stadt Bremen hat die Polizei weiter große Probleme bei der Bearbeitung von Straftaten. Das geht aus einem Bericht von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) an die Innendeputation hervor. Demnach stapelten sich im vergangenen Jahr 21.000 unbearbeitete Fälle bei der Polizei, das sind 4.000 mehr als 2021. Zugenommen haben vor allem Delikte wie Raub, Diebstahl oder Betrug.

Schon vor einem Jahr hatte der Innensenator versprochen, die damals rund 17.000 offenen Fälle abzubauen. Viele Verfahren seien zwar abgearbeitet worden, so der SPD-Politiker. Doch es kamen deutlich mehr neue Fälle dazu, darunter viele Betrugsdelikte. Beispielsweise durch betrügerische Verkaufsplattformen im Internet, die bezahlte Ware nicht liefern.

Ein hoher Krankenstand in der Polizei in den vergangenen Monaten sowie fehlende Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt seien Gründe dafür, dass Verfahren liegenblieben, sagt der Innensenator. Jetzt soll die Polizei zwischen den einzelnen Dienstabteilungen Personal umverteilen, um den Aktenberg abbauen zu können.

Autorin

  • Heike Zeigler

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 11. Januar 2023, 21 Uhr