Krankenhauseinlieferungen werden Bremens wichtigster Corona-Richtwert

Audio vom 16. September 2021
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte spricht vor der Bremischen Bürgerschaft und gibt eine Regierungserklärung ab.
Bild: Radio Bremen
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  • Bovenschulte: Hospitalisierungsquote soll Maßstab werden
  • Inzidenz hat als Leit-Indikator laut Bovenschulte ausgedient
  • Bremen erwägt optionale Einführung der 2G-Regel in bestimmten Bereichen

Im Bundesland Bremen soll in den kommenden Tagen ein mehrstufiger Plan zur Reaktion auf die jeweilige Entwicklung der Corona-Pandemie erarbeitet werden. Dieser werde dann eine Entwarnungsstufe bei niedrigen Corona-Werten, eine Risikostufe bei hohen Werten und wahrscheinlich zwei Stufen dazwischen enthalten, teilte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) in seiner Regierungserklärung in der Bremischen Bürgerschaft mit. Da es sich um eine Entscheidung der Bremer Landesregierung handelt, gilt das künftig in Bremen und Bremerhaven.

Die Inzidenz ist immer noch ein Indikator. Als wichtigster und alleiniger Indikator hat sie aber ausgedient. Wir brauchen neue Maßstäbe, an denen wir unser Handeln orientieren.

Andreas Bovenschulte (SPD), Bremens Bürgermeister

Neuinfektionsinzidenz und Belegung der Intensivstationen fließen auch ein

Mit diesem Stufenmodell könne Bremen angesichts der sehr guten Impfquote im Bundesland gut durch den Winter kommen, sagte Bovenschulte. Zusätzlich zum bisherigen Inzidenzwert als Gradmesser werde als Grundlage auch die Belegung der Intensivstationen und die Hospitalisierungsinzidenz als neuer Leitindikator berücksichtigt. Letzterer spiegelt die Neuaufnahme von Patienten in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion wider.

2G-Regel könnte optional eingeführt werden

Zudem könne man sich anders als bislang durchaus vorstellen, dass in einigen Bereichen, etwa in der Gastronomie, in Clubs und in Konzerten, von der sogenannten 3G-Regelung abgewichen und dort 2G ermöglicht werde. Klar sei aber jetzt schon, dass sich die Bremer Landesregierung eher an den niedersächsischen als an den Berliner Plänen orientieren werde.

Kinder von Café- oder Restaurantbesuchen auszuschließen, das kommt hier niemandem in den Sinn.

Andreas Bovenschulte (SPD), Bremens Bürgermeister

Nach der 2G-Regel wird der Zutritt zu bestimmten Bereichen nur gewährt, wenn Menschen gegen das Coronavirus geimpft oder genesen sind. Ein negativer Corona-Schnelltest reicht dann anders als bei der 3G-Regelung nicht mehr aus.

Klinik-Auslastung wird neuer Maßstab für Bremer Corona-Politik

Video vom 16. September 2021
Der bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte verkündet die neuen Corona-Regeln.
Bild: Radio Bremen
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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 16. September 2021, 12 Uhr