Bremen führt geschützte Radwege ein

  • Auf einigen großen Straßen sollen geschützte Radwege entstehen
  • Dafür werden Autofahrer eine Spur verlieren
  • Jetzt soll das Verkehrsressort mögliche Strecken prüfen
Ein Radfahrer fährt auf einem geschützten Radweg.
Neue Wege: Geschützte Radwege, wie hier in Berlin, sollen jetzt auch in Bremen getestet werden. Bild: Imago | STPP

Bremen soll geschützte Fahrradspuren – sogenannte “Protected Bike Lanes” – bekommen. Das hat am Dienstagabend die Stadtbürgerschaft beschlossen. Das Verkehrsressort soll nun zusammen mit den Beiräten in allen Stadtteilen gucken, welche Straßen sich für solche Fahrradspuren eignen. Für "Protected Bike Lanes" wird Autos auf mehrspurigen Straßen eine Spur weggenommen, um mehr Platz für Radfahrer zu schaffen. Mindestens zwei Meter breit sind die Radfahrstreifen, Poller sorgen dafür, dass Autos Radfahrer nicht zu eng überholen und diese Spuren auch nicht zuparken können.

Viele deutsche Städte testen "Protected Bike Lanes"

In vielen deutschen Städten gibt es zurzeit Pilotprojekte dazu. Nun soll auch Bremen das Modell auf einigen Strecken erproben. Eine gute Möglichkeit, Radfahren sicherer zu machen, so Redner der rot-grün-roten Regierungskoalition. Sie wiesen in der Bürgerschaft auf den großen Flächenverbrauch für den Autoverkehr hin. Eine Verkehrswende könne nur funktionieren, wenn Flächen umverteilt würden. Man werde prüfen, welche Strecken für "Protected Bike Lanes" geeignet sind, sagt Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne). Im Gespräch sind unter anderem die Martinistraße und die Friedrich-Ebert-Straße.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 25. Februar 2020, 20 Uhr