AfD-Veranstaltung: Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen wegen Bedrohung

  • AfD Bremen sagt Wahlkampfveranstaltung mit Bundesparteichef Gauland ab
  • Hintergrund laut Landeschef Magnitz "Morddrohungen" gegen Saalbetreiber
  • Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen wegen Bedrohung
Luftballons mit dem Logo der AfD hängen bei einem Landesparteitag in einer Halle.
Die Bremer AfD musste eine Veranstaltung mit Alexander Gauland absagen. Bild: DPA | Monika Skolimowska

Die Staatsanwaltschaft Bremen hat bestätigt, dass sie Ermittlungen aufgenommen hat, weil der Betreiber eines Veranstaltungssaals bedroht worden sein soll. Hintergrund ist eine Wahlkampfveranstaltung der AfD. Diese sollte in dem Saal stattfinden.

Der Saalbetreiber soll zwei Drohanrufe erhalten haben, wie Behördensprecher Frank Passade buten un binnen sagte. Der erste Anrufer fragte demnach: "Haben Sie sich das gut überlegt?" Der zweite Anrufer soll angekündigt haben, dass es eskalieren werde, wenn die Veranstaltung der AfD wie geplant stattfindet. Zudem soll er dem Betreiber gesagt haben, dass man wisse, wo dieser sich aufhalte. Die Anzeigen soll der Saalbetreiber erstattet haben. "Da jetzt eine Morddrohung rein zu interpretieren, halte ich für gewagt", sagte der Staatsanwalt.

Der Bremer AfD-Landeschef Frank Magnitz hatte am Mittwochabend im buten un binnen-Wahllokal gesagt, seine Partei könne insgesamt drei Wahlkampfveranstaltungen nicht mehr durchführen. Als Grund gab Magnitz an: "Weil der Betreiber der Lokalität nicht mehr an uns vermietet hat." Der türkische Vermieter des Saals habe Morddrohungen erhalten.

Das buten un binnen-Wahllokal in voller Länge

Wahllokal mit Spitzenkandidaten

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 9. Mai 2019, 19:30 Uhr