Masken-Attest abgelehnt: AfD-Politiker Magnitz verlässt Bürgerschaft

  • Der AfD-Politiker Frank Magnitz hat die Bürgerschaft verlassen
  • Magnitz hatte ein Attest vorgelegt, das ihn von der Maskenpflicht befreien sollte
  • Das sah der Bürgerschaftsdirektor nach eigenen Angaben als unglaubwürdig an
Frank Magnitz
Frank Magnitz, heute in der Bürgerschaft Bild: Radio Bremen

Der AfD-Politiker Frank Magnitz hat die Messehalle, in der die Bürgerschaft tagt, verlassen. Magnitz hatte ein Attest vorgelegt, das ihn von der Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, entbinden sollte. Die Maskenpflicht ist seit Mittwoch Pflicht, um die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden. Bürgerschaftsdirektor Hans-Joachim von Wachter erkannte das Attest jedoch nicht an.

Man ist befreit von der Mund-Nase-Bedeckung, wenn man ein Attest vorlegt und das auch glaubhaft ist. Heute haben mir zwei Abgeordnete der Partei AfD ein Attest gezeigt, und eines der Atteste – das von Herrn Magnitz – habe ich für nicht glaubhaft gehalten. Ich kann Ihnen das natürlich jetzt nicht genau sagen aus Datenschutzgründen, aber das war wirklich kein glaubhaftes Attest. Und deswegen habe ich Herrn Magnitz gebeten, entweder eine Maske zu tragen oder das Haus zu verlassen.

Hans-Joachim von Wachter, Bürgerschaftsdirektor

Frank Magnitz sagte zu buten un binnen, er sei der Meinung, dem Bürgerschaftsdirektor stehe diese Bewertung nicht zu. Außerdem bezweifelt er, dass die Zahlen in die Höhe geschossen sind. "Wenn ich wenig teste, habe ich wenig Ergebnis, wenn ich viel teste habe ich viel Ergebnis. Das ist eine einfach Formel."

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Oktober 2020, 19:30 Uhr