Nie gebauter Offshore-Terminal kostet Bremen 32 Millionen Euro

Ein Schild weist am in Bremerhaven auf den geplanten Bau eines Offshore-Terminals hin.
Bild: DPA | Carmen Jaspersen
  • Häfenressort beziffert Planungskosten auf 32 Millionen Euro.
  • Ausgaben unter anderem für Ingenieurleistungen und Kampfmittelräumung.
  • Baustopp wurde bereits vor Jahren verhängt.

Der nicht gebaute Offshore-Terminal Bremerhaven hat das Land Bremen 32 Millionen Euro gekostet. Darin enthalten seien Ausgaben für Genehmigungen, Ingenieurleistungen, die Kampfmittelräumung und Baugrunduntersuchungen, wie eine Sprecherin des Häfenressorts mitteilte. 2,5 Millionen Euro für den Landesschutzdeich hätten allerdings auch ohne die Pläne für den Offshore-Terminal aufgewendet werden müssen.

In der Rechnung seien zudem Kosten für den Flächenerwerb und die Umwelt-Kompensation in Höhe von zwei Millionen Euro enthalten. Diese Maßnahmen könnten künftig anderen Hafenprojekten als bereits erfolgte Kompensation angerechnet werden, so die Sprecherin.

Weitere Millionen-Kosten sollen laut Bremenports nicht mehr anfallen.Das hat die Hafengesellschaft am Nachmittag im Häfenausschuss versichert. Demnach konnten Aufträge storniert werden, bereits bestellter Stahl sei zudem gut verkauft worden.

Beschwerde des Senats wurde endgültig abgelehnt

Das Oberverwaltungsgericht Bremen hatte am 2. November 2021 die sechs Jahre zuvor erteilte Baugenehmigung für den Spezialhafen für unwirksam erklärt. Seit damals habe sich die Situation grundlegend geändert, hieß es in dem Urteil. Im vergangenen Oktober scheiterte der Bremer Senat dann endgültig mit seiner Beschwerde gegen das Urteil vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Von der Hafenanlage an der Außenweser sollten eigentlich riesige Anlagen zu Windparks auf hoher See verschifft werden. Dagegen hatte der Umweltverband BUND geklagt, gerichtlich wurde schon früh ein vorläufiger Baustopp verhängt.

Bremen prüft Alternative zum Offshore-Terminal in Bremerhaven

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 2. November 2022, 12 Uhr