Bremer Ärzte besorgt: Immer mehr Jugendliche in Deutschland rauchen

Ein Mann nimmt eine Zigarette aus der Schachtel
Bild: DPA | Christin Klose
  • Zahl der jungen Raucher steigt laut bundesweiter Befragung.
  • Bremer Hausärzte beobachten Entwicklung mit Sorge.
  • Gesundheitsressort geht von anderer Situation in Bremen aus.

Die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die rauchen, ist in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung hervor, die unter anderem vom Bundesgesundheitsministerium gefördert und regelmäßig durchgeführt wird. Der Hausärzteverband Bremen und das Bremer Gesundheitsressort beobachten diese Entwicklung mit Sorge.

Der Vorstandsvorsitzende des Hausärzteverbands Bremen, Hans Mühlenfeld, sagte zu buten un binnen, es sei möglich, dass Jugendliche mit dem Zigarettenrauchen versuchten Stress in Krisenzeiten zu kompensieren. Auch in Hinblick darauf, dass geplant wird, Cannabis bundesweit zu legalisieren sei dies keine gute Entwicklung. Eine Sprecherin der Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) sagte, die Ergebnisse der Befragung seien besorgniserregend – und jeder Jugendliche, der zur Zigarette greift sei einer zu viel.

Befragung hatte in Bremen anderen Trend ergeben

Allerdings handele es sich bei der Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA) um einen Deutschlandtrend. Daraus gehe nicht genau hervor, was dies für Bremen bedeute. Das Ressort verweist auf eine ähnliche Befragung vom Frühjahr zum Suchtverhalten von Jugendlichen, die unter anderem die Stadt Bremen in Auftrag gegeben hatte. Diese ergab, dass das Tabak-Rauchen unter Jugendlichen in Bremen und Bremerhaven stark an Attraktivität verloren hatte.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 29. Dezember 2022, 15 Uhr