Bremer Forscher überzeugt: 40 Prozent der Krebserkrankungen vermeidbar

Bremer Forscher überzeugt: 40 Prozent der Krebserkrankungen vermeidbar

Bild: Radio Bremen
  • Modellprojekt am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie
  • Ziel ist es, Krebserkrankungen früher zu erkennen und häufiger zu heilen
  • Forscher wollen herausfinden, wie Vorsorgeangebote besser bei Menschen ankommen

Das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) in Bremen startet ein Modellprojekt für die Krebsprävention. Das Ziel: Krebserkrankungen sollen früher erkannt und häufiger geheilt werden. Gemeinsam mit Krankenkassen, Ärzten und zum Beispiel Vereinen in den Bremer Stadtteilen sollen die Menschen besser aufgeklärt werden.

Pro Jahr erkranken rund 4.200 Bremerinnen und Bremer an Krebs. Etwa 40 Prozent dieser Fälle wären vermeidbar – davon sind die Forscher am BIPS überzeugt. Um die Zahl der Krebsfälle zu senken, müssen die zahlreichen Aufklärungs- und Vorsorgeangebote aber besser bei den Menschen ankommen. Wie das funktionieren kann, will das BIPS jetzt in den nächsten Jahren herausfinden.

Menschen sollen gezielt angesprochen werden

So sollen Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen – etwa während der Schwangerschaft, in der Schulzeit oder bei Renteneintritt – gezielt angesprochen werden. Krankenkassen, Hebammen, Lehrer, Betriebsärztinnen aber auch Sportvereine und Nachbarschaftsinitiativen sollen dabei helfen. So sollen werdende Eltern über die Risiken vom Rauchen während der Schwangerschaft informiert werden. Und Menschen, die sich einer Darmspiegelung unterzogen haben, sollen an Kontrolltermine erinnert werden. In ein paar Jahren soll dann ausgewertet werden, ob das Projekt dazu beigetragen hat, die Zahl der Krebsfälle zu senken.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen um 6, 7. Juli 2022, 18 Uhr