So will Bremerhaven den Abriss des Karstadtgebäudes bezahlen

Luftbild: Das ehemalige Karstadtgebäude in der Innenstadt Bremerhaven.

Wie Bremerhaven den Abriss des Karstadtgebäudes bezahlen will

Bild: Radio Bremen
  • Magistrat bewilligt 19,4 Millionen für Innenstadt
  • Geld kommt aus Bremerhaven-Fonds
  • Geld soll auch in Abriss des Karstadt-Gebäudes fließen

Der Bremerhavener Magistrat hat 19,4 Millionen Euro für die Innenstadt-Entwicklung bewilligt. Das Geld stammt aus dem Bremerhaven-Fonds und ist für den Abriss des Karstadtgebäudes gedacht. Die Summe soll mit einem Nachtragshaushalt abgesichert werden. Das teilen Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) und Bürgermeister Torsten Neuhoff (CDU) mit.

Damit steht Geld für den Abriss des ehemaligen Karstadtgebäudes und für die Öffnung der Straße Am Alten Hafen zur Verfügung. Vor dem Hintergrund der Probleme in der Innenstadt, auch infolge der Corona-Pandemie hatte der Magistrat 2021 ein Innenstadtkonzept erarbeiten lassen. Darin ist festlegt, an welchen Orten Veränderungen nötig seien und wie die Innenstadt lebenswerter und zukunftssicher gestaltet werden könne. "Dazu gehört vor allem der Bereich um das ehemalige Karstadtgebäude", betonte Grantz.

Das Gebäude müsse so schnell wie möglich abgerissen werden, um dort einen sogenannten "Neuen Anker" aufbauen zu können, wie das betreffende Areal im Innenstadtkonzept genannt wird. Neuhoff sagte, dass die nun beschlossenen Mittel gut eingesetztes Geld seien, "um den infolge der Corona-Pandemie verursachten negativen Auswirkungen zu begegnen und die oberzentrale Funktion von Bremerhaven zu erhalten und zu stärken."

Magistrat will Innenstadt aufwerten

Der Magistrat erhofft sich von den Investitionen neue Impulse sowohl in der Fußgängerzone als auch für das Tourismusressort Havenwelten. Auch werde die Aufenthaltsqualität der gesamten Innenstadt erheblich aufgewertet. In seiner Funktion als Kämmerer wies Neuhoff darauf hin, dass die Beratung des ersten Entwurfs für einen Nachtragshaushalt 2022 ähnlich wie in Bremen eingeleitet worden sei. Mit dem Nachtragshaushalt werden unter anderem die für den Bremerhaven-Fonds 2023 veranschlagten Mittel in das Haushaltsjahr 2022 vorgezogen.

Insofern werde es ab dem Haushaltsjahr 2023 keinen Bremerhaven-Fonds mehr geben. Mit dem jetzt vom Magistrat getroffenen Beschluss könnten die am Ende des Haushaltsjahr 2022 nicht abgeflossenen Mittel des Fonds in eine zweckgebundene Rücklage überführt werden, teilte der Magistrat mit. So steht das Geld beim Abriss und bei der Straßenöffnung weiter zur Verfügung. Grantz weist zudem darauf hin, dass die für den Abriss notwendigen Gutachten mittlerweile vorlägen, sodass nun die Ausschreibung für den Abriss erfolgen könne.

Kaum Interesse an Karstadt-Gebäude in Bremerhaven

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 15. September 2022, 21 Uhr