So will die Koalition in Bremerhaven die Innenstadt retten

Bild: DPA | Zoonar/Sven Fuchs
  • Bremerhavens Politiker stellen 19 Ansätze aus der Bürgerbeteiligung vor
  • Kurzfristig soll es neue Radwege geben – auch die Kajen sollen saniert werden
  • Für die Museumsflotte soll ein Verein gegründet werden

Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD), Bürgermeister Torsten Neuhoff (CDU) und die Regierungskoalition aus SPD, CDU und FDP haben ein Konzept für die Innenstadtentwicklung vorgestellt. Es sieht neben dem Karstadt-Abriss insgesamt 19 Maßnahmen vor. Damit sollen die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung umgesetzt werden.

Kurzfristige Projekte sind unter anderem neue Radwege und mehr Grün. Mit dem Abriss des Karstadt-Gebäudes soll auch die jetzt noch teilweise überbaute Straße Am Alten Hafen wieder geöffnet werden. Hier könnte eine Streetart-Meile entstehen.

Am stärksten gefährdeten Kajen werden gesperrt

Langfristig soll unter anderem die Stadtbibliothek zu einer Erlebnisstätte und das Gelände des alten Finanzamts zu einem Übergang ins Tourismusgebiet "Havenwelten" umgebaut werden.

Zur Sanierung der maroden städtischen Kajen versprach Grantz einen Zeitplan und wichtigste Maßnahmen noch vor der Wahl im nächsten Jahr. Er hofft dafür auf Gelder aus dem Agrar- und Küstenschutz des Bundes und der Länder oder aus den Hochwasserbeiträgen. Sonst müsse die Stadt Geld bereitstellen. Die am stärksten gefährdeten Kajen werden jetzt zunächst gesperrt.

Das Thema ist dringend, und wir haben ja alle begriffen, was einstürzende Kajen doch für emotionale Einflüsse haben.

Melf Grantz, Oberbürgermeister in Bremerhaven (SPD)

Thema war auch die Förderung der Museumsflotte des Deutschen Schifffahrtsmuseums. Hierfür hatte die Stadt kürzlich insgesamt 400.000 Euro bewilligt, die aber nicht ausreichen werden.

Der Bund werde nicht für die Flotte zahlen, sagte Grantz, daher müsse sich Bremerhaven zusammen mit dem Land kümmern. Die Stadt will nun einen gemeinnützigen Verein mit ins Leben rufen, der sich um das maritime Erbe kümmern soll.

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Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 21. September 2022, 19.30 Uhr