Stromkaje in Bremerhaven soll für größere Schiffe angepasst werden

  • Mit 170 Millionen Euro soll die Stromkaje in Bremerhaven aufgerüstet werden
  • Die Grünen waren zunächst dagegen
  • Nun wurde ein Kompromiss gefunden
Video vom 14. September 2020
Zwei Arbeiter im Hafen befestigen Schiffstaue an einer Befestigung.
Bild: Radio Bremen

Damit zukünftig noch größere Schiffe in Bremerhaven anlegen können, will Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) die Stromkaje aufrüsten. Rund 170 Millionen Euro soll das kosten. Unter anderem soll auch die Weser vor Bremerhaven vertieft werden, damit Schiffe mit einem Tidegang von bis zu 13,50 Meter die Stromkaje erreichen können. Die Hafengesellschaft Bremenports soll die Planungen übernehmen. Dafür sind 1,1 Millionen Euro vorgesehen. Diese Kosten soll der Senat an diesem Dienstag bewilligen.

Doch die Grünen waren bisher dagegen. Sie forderten Untersuchungen zur weiteren Entwicklung des Containerumschlags sowie der möglichen Kooperation zwischen Eurogate und der Hamburger Hafen und Logistik AG.

Wir wollen das Containerterminal in Bremerhaven zukunftsfähig aufstellen. Bremerhaven soll auch in Zukunft eine gewichtige Rolle im internationalen Wettbewerb spielen.

Der Staatsrat von Wissenschaft und Häfen Tim Cordßen im Interview.
Tim Cordßen, Staatsrat bei der Senatorin für Wissenschaft und Häfen

Nun ist aber wohl ein Kompromiss gefunden worden: In der Senatsvorlage für diesen Dienstag wurde festgelegt, dass dies die letzte Vertiefung der Außenweser sein soll. Eine weitere Vertiefung sei mit Blick auf Natur- und Umweltschutz nicht zu vertreten, so der Hafenpolitische Sprecher der Grünen Maurice Müller. Außerdem setzten die Grünen durch, dass Experten die Warenströme untersuchen sowie Kooperationsmöglichkeiten zwischen Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven ausloten. Nach dem Senat wird sich am Mittwoch dann die Bürgerschaft mit der Instandsetzung beschäftigen.

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 14. September 2020, 19:30 Uhr