Streit um Gesamthafenbetriebsverein in Bremerhaven offenbar beigelegt

  • Verdi und GHB-Betriebsrat wollen zusammen um Arbeitsplätze kämpfen
  • Gemeinsam gaben sie eine Erklärung ab
  • Hafenarbeiter haben Angst vor Zeitarbeitsfirmen
In einem Hafen stehen Kräne. Im Vordergrund wird ein Container bewegt.
Der Gesamthafenbetriebsverein hat Insolvenz in Eigenregie angekündigt. Bild: Radio Bremen

Im Ringen um die Zukunft des Gesamthafenbetriebsvereins (GHB) haben Gewerkschaft Verdi und GHB-Betriebsrat ihren Streit offenbar beigelegt. Man dürfe sich nicht auseinandertreiben lassen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Sie würden gemeinsam für die Arbeitsplätze kämpfen, um zu verhindern, dass Zeitarbeitsfirmen die Arbeit in Bremen und Bremerhaven übernehmen und Löhne und Arbeitsbedingungen untergraben, so Verdi und GHB-Betriebsrat. Der GHB habe mit seiner 100-jährigen Tradition eine große Bedeutung im Hafen – auch mit Blick auf die Tarifsicherung.

Nachdem sich der Betriebsrat mit Verdi und dem Unternehmensverband Bremische Häfen nicht über den weiteren Sparkurs einigen konnte, hatte das Unternehmen die Insolvenz in Eigenregie angekündigt. Diese soll im Dezember beantragt werden. 1.300 Arbeitsplätze sind in Gefahr. Inzwischen setzen die Hafenunternehmen vermehrt andere Zeitarbeitsfirmen ein, die für deutlich weniger Geld die Arbeit im Hafen erledigen.

Rückblick: GHBV leitet Insolvenzverfahren ein: 1.300 Arbeitsplätze vor dem Aus?

Video vom 4. November 2020
In einem Hafen stehen Kräne. Im Vordergrund wird ein Container bewegt.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Rundschau am Nachmittag, 26. November 2020, 17 Uhr