31-Jähriger wegen Brandanschlags auf Delmenhorster Rathaus angeklagt

Audio vom 8. September 2021
Das Rathaus von Delmenhorst aus der Luft.
Bild: DPA | Ingo Wagner
Bild: DPA | Ingo Wagner
  • Mann steht wegen Brandstiftung in Delmenhorst vor Gericht
  • 31-Jährigr soll Molotow-Cocktails in das Rathaus geworfen haben
  • Bei Geständnis könnte das Urteil schnell fallen

Aus Frust und Wut über die Corona-Regeln hat im März dieses Jahres ein Mann mehrere Brandsätze in das Delmenhorster Rathaus geworfen. Jetzt muss sich ein 31-Jähriger sich vor dem Schöffengericht in Delmenhorst verantworten.

Angeklagt ist der 31-jährige Delmenhorster wegen Brandstiftung. Sollte er seine Tat gestehen, könnte bereits am Mittag ein Urteil fallen. Zwischen einem und zehn Jahren Haft drohen dem Mann bei einer Verurteilung, so ein Sprecher des Gerichts. Im bisherigen Ermittlungsverfahren habe sich der Mann geständig gezeigt.

Mann soll mehrfach gegen Corona-Vorschriften verstoßen haben

Verkohlte Möbelstücke liegen auf einem Gehweg vor dem Rathaus in der Innenstadt von Delmenhorst.
Durch den von dem 31 Jahre alten Mann verursachten Brand entstand ein Schaden in sechsstelliger Höhe. Bild: DPA | Hauke-Christian Dittrich

Im März soll der 31-Jährige Fenster im Rathaus eingeschlagen und mehrere als Molotow-Cocktails präparierte Flaschen ins Gebäude geworfen haben. Verletzt wurde damals niemand, es entstand aber ein Schaden von rund 200.000 Euro. Zeugen hatten den Mann damals aufgehalten, bis die Polizei ihn festnahm.

Damals hieß es von der Polizei, der Mann sei nicht psychisch auffällig. Er soll einfach unzufrieden über die Corona-Regeln gewesen sein. Der 31-Jährige soll vorher mehrfach gegen die Corona-Vorschriften verstoßen haben, deswegen hatte die Stadt Delmenhorst bereits mehrere Verfahren gegen ihn eingeleitet.

Wegen Corona-Bußgeld: Brandanschlag auf Delmenhorster Rathaus

Video vom 24. März 2021
Ein Fahrzeug der Feuerwehr vor dem Rathaus in Delmenhorst.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 8. September 2021, 7 Uhr