Fragen & Antworten

Neues Studio, neue Technik – das ändert sich bei buten un binnen

Anderthalb Jahre hat es gedauert. Jetzt ist es da: das neue Fernsehstudio von buten un binnen. Und das alles ändert sich im Regionalprogramm von Radio Bremen.

Moderatoren Kirsten Rademacher und Felix Krömer im Studio von buten un binnen.

Das neue Studio von buten un binnen hat eine neue Kulisse, neue Möbel und vor allem: neue Technik. Nach mehreren Jahren Vorbereitung sind die Senderäume nun auf den neuesten technologischen Stand gebracht – und dabei gleich auch neu eingerichtet worden. Etwa 5,9 Millionen Euro, anderthalb Jahre Planungsphase und anderthalb Jahre Umbauzeit: Der Bau des neuen Fernsehstudios war das aufwändigste Projekt seit dem Neubau des Radio-Bremen-Funkhauses im Jahr 2007.

Die neue Technik im buten un binnen Studio

Ein Mann steht vor einer grünen Wand


Ein neues Studio? Wieso das denn? Und was bringt das den Zuschauern? Diese und weitere Fragen beantwortet das Team von buten un binnen.

Was wird sich mit dem neuen Studio ändern?
Das Studio wurde neu eingerichtet. Das Design stammt von der Hamburger Agentur UKCC, die bereits das Tagesschau-Studio gestaltet hat. Wärmere Töne und Backsteinwände sollen eine angenehme Wohnzimmer-Atmosphäre mit hanseatischem Flair schaffen. Künftig werden sich außerdem virtuelle Elemente mit den materiellen vermischen. Virtuelle Bilder und Grafiken können bei Bedarf während der Sendung neben den Moderatoren erscheinen. Auf technischer Ebene werden die Sendungen ab Samstag direkt in HD (High Definition) produziert. Die HD-Technologie ermöglicht eine höhere Auflösung der Bilder. Zudem werden einige Prozesse automatisiert. Kameraroboter werden sich ferngesteuert auf Schienen durch das Studio bewegen und die Sendung aufnehmen.
Warum waren diese Änderungen so wichtig?
Die HD-Qualität ist der moderne Standard für audiovisuelle Medien. Alle anderen öffentlich-rechtlichen Anstalten senden auch in hochauflösender Qualität. Mit der Automatisierung der Prozesse in der Regie und bei den Aufnahmen sollen die Arbeitsabläufe schneller und effektiver werden. Zudem wird die Sicherheit im Betrieb erhöht und Kosten eingespart.
Was ändert sich für die Zuschauer?
Die Bilder werden viel schärfer, die Qualität verbessert sich erheblich. Außerdem bieten die digitalen Technologien und die virtuelle Grafik neue Möglichkeiten, um die Inhalte unserer Sendungen den Zuschauern klar und anschaulich zu vermitteln. Dank der VR-Technik können die Moderatoren beispielsweise die Internationale Raumstation durch das Studio virtuell fliegen lassen. Oder Wahl-Grafiken aus dem Boden sprießen lassen. Live-Schaltungen werden dann auch schneller und leichter.
Wie viele Mitarbeitende haben in welchem Umfang an diesem Projekt mitgewirkt?
Die ersten Ideen zum Projekt gab es schon 2015. Seitdem waren etwa 62 interne und 31 externe Mitarbeitende daran beteiligt. Es gab außerdem 1.000 Schulungstage zu mehr als 50 verschiedenen Inhalten, da die Kollegen zunächst lernen mussten, mit der neuen Technik und den neuen Systemen umzugehen. Insgesamt wurden 60 Kilometer Kabel verlegt und 9.000 Stecker verarbeitet.
  • Serena Bilanceri

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Februar 2019, 19:30 Uhr