Haie in der Nordsee: Wissenschaftler wollen gefährdete Art erforschen

  • Bremerhavener Forscher haben Hundshaie mit Sendern versehen
  • Tiere kommen in der Nordsee vor und sind stark gefährdet
  • Bisher ist nur wenig über diese Haiart bekannt
Ein Hundshai schwimmt in einem Becken im Nordsee-Ozeanarium in der dänischen Hafenstadt Hirtshals.
Bislang gibt es nur wenige Infos über Hundshaie. Wissenschaftler des Bremerhavener Thünen-Instituts für Seefischerei erforscht nun die Art. Bild: DPA | Wolfram Steinberg

Wissenschaftler des Bremerhavener Thünen-Instituts für Seefischerei wollen den Hundshai erforschen. Die Haiart kommt auch in der Nordsee vor und gilt als stark gefährdet. Im Seegebiet um Helgoland haben die Wissenschaftler einige dieser Tiere mit Satellitensendern versehen. Die Sender zeichnen Daten wie Wassertiefe und Temperatur (Tiere und Wasser) auf und geben Hinweise auf das Verhalten und die Wanderbewegungen der Hundshaie.

Bislang gibt es nur wenige Informationen über diese Haiart. Sie bekommen nur wenige Junge. Eine kommerzielle Fischerei auf Hundhaie gibt es in der Nordsee nicht, sie landen aber durchaus als Beifang in den Netzen der Fischer. In der Nordsee werden sie häufig im Umkreis von Helgoland beobachtet. Im späten Frühling tauchen sie hier auf und sind im Spätherbst wieder verschwunden.

Die Forscher wissen nicht, wo die Tiere herkommen, wohin sie im Herbst wandern und ob es dieselben Tiere sind, die jedes Jahr wieder zurückkehren. Bislang wurden fünf Hundshaie mit Sendern ausgestattet. Im Frühjahr erhoffen sich die Forscher erste Daten. Die könnten dann auch Grundlage sein, um zukünftig Schutzgebiete für die Tiere auszuweisen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 26. Oktober 2018, 6 Uhr