Mehr als 2.700 Seeleute aus aller Welt in Häfen im Land Bremen geimpft

Audio vom 27. August 2021
Mehrere Personen mit Helmen stehen Schlange vor einem Bus vor einem Schiff.
In Bremerhaven werden Seeleute in einem umgebauten Bus geimpft. (Archivbild) Bild: Radio Bremen | Patrick Florenkowsky
Bild: Radio Bremen | Patrick Florenkowsky
  • Viele Ausländische Seeleute in Bremen und Bremerhaven gegen Corona geimpft
  • Umgebauter Bus und mobile Impfteams im Einsatz
  • Menschen teilweise seit einem Jahr ohne Landgang an Bord

Etwa sechs Wochen nach Beginn der mobilen Impfkampagne in den Bremischen Häfen sind dort inzwischen insgesamt mehr als 2.700 Seeleute gegen das Coronavirus geimpft worden. In Bremen seien es über 500, in Bremerhaven rund 2.200 Seeleute, so Lukas Fuhrmann, Sprecher der Bremer Gesundheitssenatorin.

In Bremerhaven ist seit Mitte Juli ein umgebauter Bus als mobile Impfstation unterwegs, der bis an die Kaje zu den Containerriesen und Autofrachtern vorfährt. In Bremen geht ein Impfteam sogar auf die Schiffe, um die Seeleute in ihrer gewohnten Umgebung zu impfen.

Seeleute teilweise ein Jahr ohne Landgang

"Impfungen direkt an Bord stören den Betrieb am wenigsten, was die Chance erhöht, dass alle zum Zuge kommen, die sich impfen lassen möchten", sagte Magnus Deppe, Leiter der Bremer Seemannsmission, deren Vertreter täglich mit einem Impfteam des Deutschen Roten Kreuzes auf die Schiffe geht. Für die Seeleute bedeute die Impfung Freiheit. Manche Seeleute seien seit einem Jahr an Bord und hätten noch keinen Landgang gehabt.

Das Land Bremen stellt für die ausländischen Seeleute vor allem den Impfstoff Johnson & Johnson zur Verfügung. Für Seefahrer mit langen Zeiten auf See und kurzen Hafenaufenthalten hat das Vakzin den Vorteil, dass nur einmal geimpft werden muss.

Rückblick: Bremerhaven impft ausländische Seeleute

Video vom 12. Juli 2021
Eine Medizinerin impft einen Seefahrer.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 27. August 2021, 14 Uhr