Bremer Arisierungsmahnmal soll doch nicht an Schlachte entstehen

Zu sehen ist das Logo der Firma Kühne und Nagel.
Bild: Radio Bremen
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  • Bürgermeister Bovenschulte: Arisierungsmahnmal an der Tiefer geplant
  • Standort sei überzeugend und günstiger als Schlachte
  • Kühne will Mahnmal nicht direkt am Firmensitz

Bremens sogenanntes Arisierungsmahnmal wird voraussichtlich an der Tiefer gegenüber der Spedition Kühne und Nagel entstehen. Das erwartet Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Der lange favorisierte Standort an der Schlachte scheint damit vom Tisch. Bovenschulte sagte in der Kulturdeputation, der Standort an der Wilhelm-Kaisen-Brücke sei künstlerisch überzeugend und günstiger als der an der Schlachte.

Außerdem zeichne sich eine Zustimmung der jüdischen Gemeinde ab. Das Mahnmal soll an den systematischen Raub jüdischen Eigentums in der Nazizeit erinnern. Der Chef von Kühne und Nagel hatte sich gegen einen Gedenkort in unmittelbarer Nähe zum Firmensitz ausgesprochen.

"Wir waren damals Dienstleister und mussten so etwas machen"

Video vom 16. April 2019
Richtfest von "Kühne und Nagel" am Weserufer
Bild: Radio Bremen
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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 2. Juli 2021, 6 Uhr