Bremer Innenbehörde zählt mehr Straftaten gegen Einsatzkräfte

  • 2019 gab es insgesamt 950 Vorfälle im Land Bremen
  • In Bremerhaven stieg die Zahl auf 169 Fälle
  • In 95 Prozent der Fälle richten sich Gewalt und Beleidigungen gegen Polizisten
Ein schwarz-weißes Bild auf dem im Vordergrund das Logo der Polizei auf einem Ärmel zu sehen ist und im Hintergrund ein Polizeiauto.

Die Zahl der Straftaten gegenüber Polizisten, Feuerwehr- und Rettungskräften im Land Bremen ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Die Innenbehörde hat für 2019 insgesamt knapp 950 Vorfälle gezählt – das sind gut 120 mehr als im Vorjahr. Das Thema steht heute auf der Tagesordnung der Innendeputation.

In der Stadt Bremen wurden im vergangenen Jahr 776 Straftaten gegenüber Einsatz- und Rettungskräfte gezählt. In Bremerhaven stieg die Zahl auf 169 Straftaten, der bislang höchste Wert. Zu den häufigsten Delikten gegen die Einsatzkräfte gehören Widerstand, Beleidigungen, körperliche Angriffe sowie Bedrohungen.

Betroffene zeigen Angriffe häufiger an

Dass die Zahl der Straftaten angestiegen ist, liegt einer Sprecherin der Innenbehörde zufolge auch an einer Gesetzesänderung von 2017. Mit dem Gesetz zur Stärkung des Schutzes von Vollstreckungsbeamten und Rettungskräften sei es für die Einsatzkräfte wesentlich einfacher geworden Straftaten anzuzeigen. Wenn man sich die Zahlen anschaue, müsse man dies also berücksichtigen.

Zwar nehmen Straftaten gegen alle staatlichen Einsatzkräfte zu, dennoch sind nach wie vor besonders Polizisten betroffen – in fast 95 Prozent aller Fälle. Feuerwehrleute beziehungsweise Rettungskräfte wurden im vergangenen Jahr im Land Bremen 30 Mal Opfer von Angriffen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 23. Januar 2020, 19:30 Uhr