Fragen & Antworten

Gedrucktes Fleisch und Beutel-Kaffee: Bremer Foodpionier-Messe startet

Fleischwaren aus dem 3-D Drucker
Schicht für Schicht kommt das Fleisch aus pflanzlichen Stoffen aus dem 3-D-Drucker. Bild: Redefine Meat

Von Filterkaffee bis zum Burger aus dem 3-D-Drucker: die Foodpionier-Party in der Überseestadt lädt ein zum Probieren und Staunen.

Das riecht speziell. Zumindest ist das zu erwarten. In der Alten Werft in der Überseestadt dreht sich ab heute alles zwei Tage lang von 16 bis 21 Uhr um außergewöhnliche Lebensmittel. Der Bremer Online-Supermarkt Myenso lässt 40 sogenannte Foodpioniere antreten, ihre Produkte vorzustellen und ihre Waren vom Publikum bewerten zu lassen. Wie das geht und was die Besucher erwartet haben wir hier zusammengefasst.

Was sind Foodpioniere?
Myenso möchte als Online-Supermarkt kleinen Manufakturen und jungen Start-ups die Möglichkeit geben, sich neben den großen etablierten Herstellern zu platzieren. Die ausgewählten Aussteller versuchen neue Produkte vorzustellen, sie produzieren regional, besonders nachhaltig oder innovativ. Das Publikum kann probieren und entscheidet über die Gewinner des Abends.
Wie wird abgestimmt?
Die Besucher erhalten zehn Münzen, die sie auf die Aussteller frei verteilen können. Wer am Ende die meisten Münzen einsammeln konnte, erhält einen Förderpreis im Wert von 46.000 Euro. Diese Förderung beinhaltet ein Imagevideo und verschiedene Marketing-Maßnahmen, um die Gewinner zu unterstützen ihr Produkt bekannt zu machen. Insgesamt werden für die zehn Teilnehmer mit den meisten Stimmen Preise im Wert von 121.000 Euro ausgeschüttet.
Fleischwaren aus dem 3-D Drucker
Kommt aus dem Drucker: Fleisch aus pflanzlichen Stoffen. Bild: Redefine Meat
Was gibt es denn Leckeres?
Sehr viele verschiedene Produkte können Besucherinnen und Besucher probieren. Tatsächlich etwas Besonderes dürfte für viele das "Fleisch" aus dem 3-D-Drucker sein. Mit pflanzlichen Zutaten werden vegane Fleischstücke hergestellt, die angeblich von echtem Fleisch kaum zu unterscheiden sind. Schichtweise und Tropfen für Tropfen entsteht in der Maschine aus verschiedenen Zutaten die Nachbildung von Rind-, Schweine- und Lammfleisch. Es werden unter anderem Hackfleisch, Burger und Würstchen produziert.

Insekten werden ebenfalls wieder ein Thema sein; sie sind ja schon einige Jahre als alternative Proteinquelle gedacht – so richtig durchsetzen konnte sich das bisher jedoch nicht bei den Kunden. Aber vielleicht schmeckt es ja dem besten Freund des Menschen? Es gibt nämlich Hundefutter aus Insekten. Alles regional, der Hersteller sitzt im Landkeis Verden. Eine Firma aus Bremen züchtet Heuschrecken und beliefert das Verdener Start-up.

Die Heuschreckenproduzenten aus Bremen bieten unter anderem auch ihren Brotaufstrich an. Das Protein aus Insekten gilt übrigens als hypoallergen, das heißt, es löst weniger Allergien aus.
Welche alltagstauglichen Produkte werden gezeigt?
Auch hier sehr viele verschiedene: In Handarbeit hergestellter Filterkaffee, der wie bei einem Teebeutel in der Tasse aufgegossen wird, alkoholfreie Bio-Weine mit nachhaltiger Verpackung. Es wird unter anderem einen Energy-Tee aus dem Amazonas geben, klimaneutral von einem indigenen Volk erzeugt sowie eine Spirituosenmarke aus Bremen, die einen Doppelkorn präsentiert. Das sind aber nur Beispiele, es gibt zahlreiche Produkte. Ob es Leckereien sind, entscheidet jeder selbst.

So wollen sich Bremer Start-Ups in der Lebensmittelindustrie behaupten

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 23. Juni 2022, 19:30 Uhr