So will der Bremer Senat für mehr Ausbildungsplätze sorgen

Auszubildende in Metallberufen arbeiten

So will der Bremer Senat für mehr Ausbildungsplätze sorgen

Bild: DPA | Rupert Oberhäuser
  • Fonds soll Zahl der Ausbildungsplätze in Bremen erhöhen.
  • Einführung zum Ausbildungsjahr 2024/25 geplant.
  • Heftiger Widerstand bei Handel und Handwerk .

Das Land Bremen will mehr Ausbildungsplätze schaffen und unversorgte Jugendliche besser qualifizieren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Senat Eckpunkte eines sogenannten Ausbildungsfonds beschlossen. Der Fonds soll zum Ausbildungsjahr 2024/25 eingeführt werden.

In den Fonds sollen alle Unternehmen im Land Bremen eine Umlage einzahlen. Ausgenommen sind laut Senatsbeschluss nur Betriebe mit weniger als fünf Beschäftigten und Firmen, bei denen schon jetzt ein Branchenfonds greift – wie beispielweise im Baugewerbe. Zugute kommen soll die Umlage demnach zum einen allen Jugendlichen, die eine Lehrstelle suchen oder eine Ausbildung machen, zum anderen den Betrieben, die ausbilden wollen.

Aktuelle Situation könnte sich laut Handelskammer verschlechtern

Laut Senat soll der Gesetzentwurf zum Ausbildungsfonds in den kommenden Wochen erarbeitet werden – zusammen mit den Kammern und Verbänden. Dort gibt es nach wie vor heftigen Widerstand gegen den Fonds. Die Handelskammer Bremen und die Kreishandwerkerschaften warnen davor, Betriebe in der aktuellen Situation noch stärker finanziell zu belasten. Das Hauptproblem sei vielmehr das schulische Bildungsniveau vieler Jugendlicher in Bremen, teilten sie mit. Für diese Versäumnisse des Staates dürften die Unternehmen nicht bestraft werden.

Viele Lehrstellen sind im Land Bremen noch immer unbesetzt

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 9. November 2022, 6 Uhr