Arm, ärmer, Bremen? Das Land bleibt Schlusslicht bei der Armut

Eine Frau sucht in einem Mülleimer nach Pfandflaschen

Bremen bleibt im Armutsbericht weiter Schlusslicht

Bild: DPA | Bildagentur-online/Schoening
  • Armutsquote im Land Bremen liegt bei 28 Prozent
  • In Bremerhaven liegt die Quote sogar bei 33,5 Prozent
  • Paritätischer Wohlfahrtsverband sieht bundesweit Rekordniveau bei Armut

Die Armut in Deutschland hat nach Ansicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands ein Rekordniveau erreicht. In seinem neuesten Armutsbericht macht der Verband dafür vor allem die Corona-Pandemie und die steigenden Preise verantwortlich. Dem Bericht zufolge hatten im vergangenen Jahr knapp 14 Millionen Menschen kein sicheres Auskommen, 600.000 mehr als vor der Pandemie.

Dem Bericht zufolge bleibt das Land Bremen Schlusslicht, auch wenn die Armutsquote im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist. Sie liegt jetzt bei 28 Prozent. Mit Blick auf die beiden Städte ergibt sich für Bremen eine Quote von 26,8 Prozent und für Bremerhaven von 33,5 Prozent. Zum Vergleich: Bayern hat bundesweit die niedrigste Quote und liegt bei 12,6 Prozent.

Der Ländervergleich zeigt, dass Deutschland nicht nur sozial, sondern auch regional ein tief gespaltenes Land ist und die Gräben immer tiefer werden.

Wolfgang Luz, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in Bremen.

Die Armutsgefährdungsquote gibt den Anteil der Bevölkerung an, der mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen muss.

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 29. Juni 2022, 16 Uhr