Sportblitz vom 6. Januar 2023

Sportblitz vom 6. Januar 2023

Bild: Radio Bremen

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Moin. Wir lassen heute die Pfeile fliegen, schicken Sie ins Wochenende mit Darts. Wir horchen rein in die Welt von Bremens Nationalspieler Füllkrug im spanischen Trainingslager in Murcia. Erst mal ein kurzes Personal-Update. Romano Schmid hat heute das Training abgebrochen. Der österreichische Mittelfeldspieler hat sich bei einem Zusammenprall mit Manuel Mbom das Knie geprellt. Er ist länger behandelt worden. Das Nachmittagstraining hat Schmid verpasst. Wie lange der 22-Jährige ausfällt, ist offen. Niclas Füllkrug dagegen ist schon länger verletzungsfrei - was bei seiner Krankenakte ja nicht selbstverständlich ist. Der Stürmer zeigt an, wo es langgeht und ist gefragt wie nie zuvor. Kaum verwunderlich, nach seinen starken Auftritten bei der WM. Der Neu-Nationalspieler ist ein Geschenk für Werder, fast wie zu Weihnachten. Olaf Rathje und Maike Albrecht. Lichterglanz unter Palmen: In Spanien ist erst heute richtig Weihnachten. Der Drei-Königs-Tag - der Tag der Bescherung für die Kinder. Bei Werder hatte Füllkrug das ganze letzte Jahr viel zu feiern: Aufstieg, schon zehn Treffer in der Hinrunde, WM-Torschütze. Er ist der Star, aber das soll keiner merken. Ich versuche, dass die Jungs merken, dass sich nichts verändert. Ich bin dankbar, hier zu spielen. Ich bin dankbar, dass ich hier profitieren darf. Von den Leistungen. Das wurde auch kommuniziert. Das wäre alles nicht möglich, hätten wir die Hinrunde auf Platz 15 beendet. Lässig, locker, Füllkrug fühlt sich wohl bei Werder. Ein klares Bekenntnis, dass er in Bremen bleibt, gibt der 29-Jährige nicht ab. Dazu kennt er das Fußball-Business zu gut. Das sind Konstellationen, die man so nicht vorhersehen kann, ich mag es nicht zu sprechen, wenn es nicht aktuell ist. Deswegen: Ich bin froh, hier zu sein. Ich glaube, dass ich hier viel Möglichkeiten habe, mich weiterzuentwickeln. Er ist gereift, in diesem Jahr. Das erste Mal zeigt er sich auf internationaler Bühne, ist der Lichtblick im deutschen Team. Ich habe viele positive Erlebnisse gehabt, die mein Selbstvertrauen gestärkt haben. Von der Qualität und auch hab ich gemerkt, dass das für mich kein Problem war, mitzuhalten. Das hat mir ein gutes Gefühl gegeben. Er ist begehrt, aber bleibt bescheiden und bodenständig. Das ist ihm wichtig, sagt er. Große Ziele formulieren - nicht sein Ding. EM 2024, der Torjägertitel in der Bundesliga. Alles nicht sein Thema. Ich setz mir keine Ziele so weit hinaus. Ich möchte nach dem Spiel auf dem Sofa sitzen glücklich sein, gutes Spiel, Punkte eingefahren. Alles andere kommt dann von selber. Daumen hoch für die Fans. Alles easy bei Füllkrug. So kann die Saison für ihn weitergehen. Wenn Deutschlands Handballer morgen hier in die Stadthalle einlaufen, wie einst 2017, dann ist die Hütte voll. Der erste Härtetest gegen Island vor dem WM-Start ist ausverkauft, alle 8872 Tickets sind bereits verkauft worden. Wir sind da und berichten am Sonntag in buten un binnen um 19.30 Uhr. Er hat für Furore gesorgt bei der Darts-WM in London: Gabriel Clemens, der erste Deutsche, der je ins Halbfinale kam. Fast 4 Mio. haben das im Fernsehen verfolgt. Rekord! Diese Popularität soll nicht auf dem heimischen Sofa aufhören. Zumindest erhoffen sich das die Veranstalter eines Turnieres in einem Bremer Einkaufszentrum - Dino Bernabeo. Der Titelverteidiger: Im Einkaufszentrum ist er noch eine große Nummer: Andre Welge, Ex-Dart-Profi aus Bremen. Ein Heimspiel beim größten Dart-Event der Stadt. Es ist eine völlig andere Situation. Normalerweise spielen wir in Sportstätten oder größere Hallen, aber hier im Einkaufszentrum, aber daran kann man sich gewöhnen. Zu gewinnen gibt es nicht nur diesen Pokal, sondern für den Sieger auch ein üppiges Preisgeld: 1500 Euro. Das lockt auch Dartspieler aus dem ganzen Land an. Alles Halbprofis, oft aber schon mit eigenen Trikots. Darauf verzichtet Andree Welge, der Bremer hat schon bei vier Weltmeisterschaften seine Pfeile geworfen. Zuletzt vor sieben Jahren. Der 50-Jährige spielt seitdem nur noch zum Spaß, die WM hat er als Fan verfolgt. Auch den Erfolg von Gabriel Clemens. Ich glaube schon, dass das einen kleinen Boom auslösen könnte. Die nächsten Jahre werden das zeigen. Aber wir hatten hohe Einschaltquoten bei Sport1, es haben viele gesehen. Ich kann mir vorstellen, dass da viele Bock drauf haben, Scheibe zu Hause anhängen und los. Von einem Boom ist heute Vormittag allerdings noch wenig zu spüren. Das Publikum - eher vom Fach. Ich hab das zufällig gelesen, in 'ner Dart-Grupp. Ich spiele selber. Die Doppel-20, 30, Dreifach-20 ... Wie das alles heißt. Das ist gut. Wie die Leute sich verhalten, wenn sie gewinnen. Wie das alles aufgebaut ist. Das begeistert mich. Neben 16 Männern spielen auch acht Frauen ein eigenes Turnier. Darunter Jessica Reuß. Die ehemalige Nationalspielerin ist seit Jahren dabei. Viele neue Spielerinnen sind dazugekommen - das Ansehen für Damen im Dart ist gestiegen. Hat sich sehr verändert. Frauen sind bei der WM mit erlaubt. Bei den Damen gibt es jetzt auch einen Hype. Es tut sich was im Dart-Sport. Und Andree Welge gewinnt am Abend seine Titelverteidigung. Er gewinnt den Dart-Cup. Er verteidigt seinen Titel. Morgen dürfen dann auch darf jeder mal Amateure an die Scheibe. Dann kommen auch drei Profis ins Einkaufszentrum. Kurz noch Vollzug bei Brandon Maxwell (31). Der Ex-Stammtorwart der Fischtown Pinguins wechselt zum schwedischen Klub Malmö Redhwaks, dem Tabellen-Letzten der höchsten Spielklasse Schwedens. Wochenlang hatte der Keeper einen neuen Verein gesucht, im November um Auflösung seines Vertrags gebeten. Tschüss.

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  • Niko Schleicher