"Das ist der Weg" – Werder zieht das Positive aus dem 0:1 in Dortmund

Die Werder-Spieler laufen im Westfalenstadion in Richtung der Werder-Fans.

Werder liefert Dortmund einen heißen Fight, verliert aber mit 0:1

Bild: Imago | Nordphoto

Gegen den BVB kamen die Bremer am Freitagabend nur einmal gefährlich vor das Tor des Gegners. Dass die Defensive dieses Mal stabil stand, macht Werder jedoch Mut.

Vor der Partie in Dortmund hatte kaum jemand Werder etwas zugetraut, doch die Bremer verkauften sich besser als gedacht. Für einen Punktgewinn reichte es am Ende dennoch nicht, denn Julian Brandt traf bei der 0:1-Niederlage in der 67. Minute zum Sieg für den BVB.

Dabei hätten die Bremer in Dortmund aufgrund ihres couragierten Auftritts durchaus etwas mitnehmen können. Die Defensive wurde in den vergangenen Wochen und Monaten häufig gescholten, stand dieses Mal aber weitgehend stabil. Ein Unentschieden wäre letztlich glücklich, aber nicht total unverdient gewesen.

Zetterer: "Dann werden wir wieder Ergebnisse einfahren, die uns helfen"

"Unter dem Strich muss man festhalten, dass wir sehr, sehr gut verteidigt haben", lobte Coach Ole Werner im Anschluss im ARD-Interview. "An der Leistung sollten wir uns orientieren." Mit Michael Zetterer konnte Werner sich am Freitagabend auch auf einen sicheren Torwart verlassen. Der 28-Jährige stellte ebenfalls heraus, dass es bei der Verteidigung des eigenen Tores dieses Mal besser lief.

Klar sind wir frustriert. Wir hätten gerne etwas mitgenommen, aber die Leidenschaft und das, was wir gezeigt haben, ist der Weg, wo es weitergehen muss. Das muss in den nächsten Wochen genauso laufen. Dann werden wir wieder Ergebnisse einfahren, die uns helfen.

Michael Zetterer im ARD-Interview

Werder ärgert sich in der Offensive über die Qualität der letzten Pässe

Gegen den BVB haperte es jedoch in der Offensive. Werder konnte sich über das gesamte Spiel nur eine gute Torchance erarbeiten. Der Schuss des eingewechselten Justin Njinmah stellte Keeper Gregor Kobel in der 82. Minute aber vor keine Probleme.

Justin Njinmah beim Torschuss gegen den BVB.
Justin Njinmah vergab gegen den BVB die einzige gute Torchance der Bremer. Bild: Imago | Nordphoto

"Mit dem Ball haben wir nicht gut gespielt", monierte Kapitän Marco Friedl nach der Partie. Zu häufig sei der letzte Pass vor einer möglichen Torchance nicht mehr beim Mitspieler angekommen.

Dies kritisierte auch Werner. "Das ist sicherlich das, was uns speziell in der ersten Halbzeit gefehlt hat. Das brauchst du, um hier etwas mitzunehmen", so der Coach. Die dieses Mal verbesserte Leistung in der Defensive macht den Bremern jedoch Mut, dass es in den nächsten Wochen mit Punktgewinnen klappt. Im besten Fall schon am kommenden Wochenende im Heimspiel am Samstag (15:30 Uhr) gegen Union Berlin.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 20. Oktober 2023, 23 Uhr