Bremer Para-Athlet Schäfer nach Doppel-Gold: "Macht Hunger auf mehr"

Leon Schäfer als Stargast bei Sportabzeichen-Tour in Delmenhorst

Bild: Imago | Aflosport

In Japan konnte Leon Schäfer zuletzt Gold im Weitsprung und über die 100 Meter holen. Bei den Paralympics in Paris will er es der Konkurrenz wieder "sehr, sehr schwer" machen.

Es war eine willkommene Abwechslung, die Leon Schäfer am Freitag in Delmenhorst erlebte. Der Para-Athlet schaute gemeinsam mit Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Dechsler und Aline Rotter-Focken, Olympiasiegerin im Ringen, beim ersten Stopp der Sportabzeichen-Tour vorbei. "Das ist ein cooles Ereignis", erzählte der 26-Jährige im Gespräch mit buten un binnen.

Es ist mein erstes Mal hier. Es hat sehr viel Spaß gemacht, die verschiedenen Stationen mit den Kids zu durchlaufen und die Freude zu sehen. Das erinnert mich ein wenig an meine Schulzeit damals.

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Leon Schäfer

Schäfers Stimmung war aber auch schon super, ehe er die strahlenden Kinderaugen sah. Kein Wunder, schließlich lief es für ihn im Mai bei der WM der Para-Leichtathleten im japanischen Kobe perfekt. Er holte sich nicht nur zum bereits dritten Mal die Gold-Medaille im Weitsprung, sondern trumpfte auch im Sprint auf. 12,03 Sekunden benötigte er über die 100 Meter – und sicherte sich damit seine zweite Gold-Medaille.

Voller Fokus auf die Paralympics

"Es ist auf jeden Fall ein geiles Erlebnis gewesen. Ich muss schon sagen, dass die Sprint-Goldmedaille besser schmeckt als die dritte im Weitsprung in Folge", berichtet Schäfer. Vor dem Zwischenstopp in Delmenhorst schaute er am Donnerstagabend noch bei der Familie in Bremen vorbei. Hier ist er aufgewachsen und hat 2016 Abitur gemacht.

Viel Zeit zum Ausruhen bleibt Schäfer allerdings nicht, denn am 28. August beginnen die Paralympics in Paris. Das Momentum, ist er sich sicher, hat er seit der WM in Japan auf seiner Seite. Unbesiegbar fühle er sich zwar nicht, "aber es wird sehr, sehr schwer für die Jungs dieses Jahr". Mit der Favoritenrolle hat er keine Probleme.

Ich mag es, der Gejagte zu sein. Ich mag es auch zu jagen. Dieses Jahr bin ich der Gejagte. Da bin ich fein mit. Ich werde es den Jungs auf jeden Fall nicht einfach machen.

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Leon Schäfer

Dass seine Konkurrenten ihm nichts schenken werden, ist Schäfer klar. "Sie reisen nicht nach Paris, um Zweiter oder Dritter zu werden." Allein: Das macht auch er nicht. Bei den Paralympics will er erneut die Nase vorne haben.

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Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 7. Juni 2024, 18:06 Uhr