Flick vermiest Werder-Torjäger Füllkrug den ultimativen DFB-Rekord

Stürmer Niclas Füllkrug zieht enttäuscht nach dem verlorenen Testspiel gegen Polen sein Nationaltrikot vors Gesicht.

Werder-Torjäger Füllkrug verpasst den ultimativen DFB-Rekord

Bild: Imago | Schüler

Mit einem einzigen Treffer hätte Niclas Füllkrug gegen Polen Geschichte schreiben können. Doch der Bundestrainer gab dem Werder-Stürmer nur magere 20 Minuten Spielzeit.

68 Minuten lang ließ Bundestrainer Hansi Flick Niclas Füllkrug am Freitagabend auf der Ersatzbank schmoren, bevor er den Werder-Stürmer im Testspiel gegen Polen doch noch auf den Rasen schickte.

20 Minuten blieben Füllkrug damit nur, diesen ganz besonderen Abend für ihn in Warschau zu krönen. Doch diese knappe Zeit reichte "Fülle" nicht, es sollte nicht sein. Ein Tor bloß und der 30-Jährige hätte einen uralten DFB-Rekord geknackt.

Aber Füllkrugs 5-Tore-Bestmarke bleibt

Niclas Füllkrug sitzt mit anderen Nationalspielern vor dem Testspiel gegen Polen auf der Ersatzbank.
Bank drücken statt Rekord knacken: Niclas Füllkrug (links) neben Jonas Hofmann. Bild: Imago | Schüler

Ein Tor bloß und Füllkrug hätte zum sechsten Mal im sechsten Länderspiel in Folge getroffen – das war noch keinem deutschen Nationalspieler gelungen. Und diese ultimative Bestmarke bleibt nun auch weiterhin unerreicht.

Füllkrugs furiose Serie ist mit dem erneut enttäuschenden Auftritt der DFB-Elf, der 0:1-Niederlage gegen Polen, jäh gerissen. Fünf Mal in den letzten fünf Länderspielen hatte Füllkrug getroffen und sich damit eingereiht in die Riege der ehemaligen Nationalspieler Max Morlock, Gerd Müller, Klaus Fischer und Andreas Möller, denen das ebenfalls gelungen war.

"Es ist schon erschreckend"

Den alleinigen Rekord konnte sich Füllkrug an diesem Abend nicht schnappen, wohl auch, weil Flick in diesem Testspiel sehr viel herumexperimentierte und etwas wild wechselte. Allein neun Wechsel nahm der Bundestrainer in der Startelf vor. In der ersten Halbzeit lief nicht viel zusammen bei der deutschen Elf, als Füllkrug reinkam, stand es bereits 0:1.

Das DFB-Team kam zwar langsam besser ins Spiel, war aber weit entfernt von einer eingespielten Formation. "Es ist schon erschreckend, dass wir es dann nicht hinkriegen, da irgendwie ein Tor zu schießen – und dass dann hinten eine Ecke reinfliegt, beschreibt unsere Situation ziemlich gut", monierte Füllkrug nach dem Spiel. Alles andere als die besten Voraussetzungen also für ihn, um innerhalb von 20 Minuten seinen insgesamt achten Treffer in seinem achten Länderspiel zu versenken und Fußball-Geschichte zu schreiben.

In solchen Phasen hilft nur Zusammenstehen und solange weitermachen, bis es klappt. Alles andere hilft da nicht. Da hilft auch nicht, groß irgendwelche Dinge umzuschmeißen. Ruhig bleiben und das Ding weiter durchziehen.

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Bild: Imago | Revierfoto

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Das Wochenende, 17. Juni 2023, 13:42 Uhr