US-Firma startet Fahrradverleih in Bremen

Auf den deutschen Leihrad-Markt drängt auch das Unternehmen Limebike, das nun in Bremen an den Start geht. In anderen Großstädten gehören Leihräder unterschiedlicher Anbieter bereits zum Stadtbild.

Grünes Leihfahrrad mit Aufschrift "LimeBike"

In knalligem Limettengrün präsentieren sich die Fahrräder, die von nun an über Bremens Straßen und Fahrradwege rollen. Mit insgesamt 160 Rädern geht das Unternehmen Limebike an den Start. Obwohl Bremen als Fahrradstadt gilt, ist der Markt hier bislang wenig umkämpft. Im Gegensatz zu vielen anderen Großstädten. Dort beherrscht meist der Marktführer in Deutschland, das Bahn-Tochterunternehmen Call a Bike, das Geschäft mit den Leihrädern. In Bremen hat Call a Bike aber eine noch überschaubare Anzahl an rot-silbernen Zweirädern im Angebot.

Umkämpfter Markt in vielen Städten

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In vielen Städten beherrscht das Bahn-Tochterunternehmen Call a Bike den Leihräder-Markt. Bild: Deutsche Bahn

Limebike drängt nun in den Wettbewerb. Die Firma hat ihren Sitz im kalifornischen San Mateo und wurde erst im Juni 2017 gegründet. Doch bereits jetzt betreibt sie in etwa 30 Städten der USA das Geschäftsmodell, Leihräder per Handy-App zu vermieten. Inzwischen expandiert Limebike auch in Europa. Nach Zürich und Frankfurt, nun also auch Bremen. Auf der Bremer Outdoor-Messe "Draußen" will sich die Firma an diesem Wochenende vorstellen.

Wer ein Limebike-Fahrrad mieten möchte, muss sich zunächst eine App aufs Handy laden. Damit kann der Kunde dann einen QR-Code einscannen, der am Fahrrad angebracht ist. Für 30 Minuten Fahrradnutzung wird ein Preis von 1 Euro fällig. Am Ziel kann das Rad überall in der Stadt auf regulären Parkplätzen und öffentlichen Flächen abgestellt werden.

Mitunter auch Kritik an Leihrad-Firmen

Zuletzt standen Anbieter von Leihrädern aber auch in der Kritik. So verfolgt die Firma OBike aus Singapur den Plan, in Bremen 500 Räder zu verteilen. Im Verkehrsressort war man von der Idee wenig begeistert. Dort befürchtete man einen Berg an chinesischen Schrotträdern, um deren Entsorgung sich irgendwann die Stadt kümmern müsste.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 11. März 2018, 19:30 Uhr