Fast jeder 5. Bremer hat keinen deutschen Pass

Passanten gehen durch eine Bremer Einkaufsstraße.
Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Bremen und Berlin haben höchsten Anteil von Nicht-Deutschen.
  • Zahlen gehen aus Migrationsbericht der Bundesregierung hervor.
  • 2021 kamen 1,3 Millionen Menschen nach Deutschland.

Bremen hat nach Berlin den höchsten Bevölkerungsanteil von Menschen ohne deutschen Pass. Das geht aus dem Migrationsbericht der Bundesregierung hervor. Laut diesem ist die Zuwanderung nach Deutschland im Jahr 2021 insgesamt stark angestiegen. Der Migrationsbericht wird alljährlich vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) erstellt.

Insgesamt sind im Jahr 2021 mehr als 1,3 Millionen Menschen in die Bundesrepublik gezogen – das sind etwa elf Prozent mehr als noch im Jahr davor. Die meisten Menschen kamen, wie schon im Vorjahr, aus Rumänien. Darüber hinaus aus Polen, Bulgarien, Syrien und der Türkei.

2021 waren die meisten Zuwanderer männlich

In Berlin hatte 2021 laut des Berichts rund jeder fünfte (20,2 Prozent) keinen deutschen Pass. In Bremen lag der Anteil mit 19,3 Prozent fast genauso hoch. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen hatten rund 14 Prozent der Einwohner eine ausländische Staatsbürgerschaft.

Im Jahr 2021 war die Mehrheit der Zuwanderer, die nach Deutschland kamen, männlich. Laut Statistischem Bundesamt kamen rund 802.000 Männer und 521.000 Frauen nach Deutschland. Für das Jahr 2022 dürfte das Bild etwas anders ausfallen, da die Flüchtlinge, die als Folge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zugewandert sind, mehrheitlich weiblich sind.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. Januar 2023, 10 Uhr