Bundesamt misst in Nordsee wärmste Temperaturen seit 25 Jahren

Ein Kitesurfer nutzt die Orkanböen für ein Rennen auf dem Wasser.
Bild: DPA | Axel Heimken
  • Temperatur der Nordsee mehr als ein Grad über langjährigem Durchschnitt.
  • Außerdem ungewöhnlich viele Sturmfluten registriert.
  • Sechs Sturmfluten zwischen 30. Januar und 7. Februar 2022.

Für die Nordsee war der vergangene Sommer der wärmste seit 1997. Die Oberflächentemperaturen lagen insgesamt mehr als ein Grad über dem langjährigen Mittel, die der Ostsee großflächig sogar um 1,5 Grad, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg mitteilte.

Auch die Zahl der Sturmfluten bezeichnete das Amt in seinem Jahresrückblick als "ungewöhnlich hoch". So ereigneten sich vom 30. Januar bis 7. Februar laut BSH sechs Sturmfluten, darunter zwei schwere. Kurz danach folgte aufgrund des Sturms "Zeynep" mit sieben Sturmfluten die längste Sturmflutkette seit 1990. Am 19. Februar trat mit 3,75 Metern über dem mittleren Hochwasser (MHW) eine sehr schwere Sturmflut in Hamburg auf.

Auch in der Ostsee Hitzewellen registriert

Daneben registrierte das BSH an der Nordsee-Messstation "Feuerschiff Deutsche Bucht" im Juni über acht Tage eine marine Hitzewelle, bei der die Temperaturen in drei Metern Wassertiefe bis zu zwei Grad über dem langjährigen Mittel lagen.

An der Ostsee-Messstation "Leuchtturm Kiel" folgten Hitzewellen im Juni/Juli und im August/September. Die Erste dauerte zehn Tage an, die zweite 19 Tage. Die Temperaturen in 0,5 Metern Wassertiefe lagen dabei bis zu drei Grad über dem langjährigen Mittel.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 17. Januar 2023, 15 Uhr