Wegen Wolfsgruß: Kein "Schweigefuchs" mehr an Bremer Schulen und Kitas

Eine Hand macht die Geste des sogenannte "Schweigefuchses".

Bildungsbehörde verbietet "Schweigefuchs" an Bremer Schulen und Kitas

Bild: Wikipedia/Montage Radio Bremen

Laut Bildbungsbehörde ist die Geste dem sogenannten Wolfsgruß zu ähnlich – ein Handzeichen, das als Symbol der rechtsextremistischen türkischen "Graue Wölfe"-Bewegung gilt.

Bei der Fußball-EM hatte ein türkischer Spieler das umstrittene Handsymbol genutzt. Die rechtsextremistische Bedeutung der Geste sei mit der Grundhaltung der Bremer Bildungseinrichtungen nicht vereinbar, begründet Behördensprecherin Patricia Brandt die Entscheidung. Aufgrund der Ähnlichkeit zum "Wolfsgruß" sollen Bremer Erzieher und Lehrer nun auf den "Schweigefuchs" verzichten. Zumal das Symbol ohnehin pädagogisch nicht mehr zeitgemäß sei, so die Sprecherin.

Kitas und Schulen in Bremen nutzen nach Angaben der Bildungsbehörde schon seit mehreren Jahren vermehrt andere Gesten als den "Schweigefuchs". Grund dafür sei, dass Handsymbole häufig missverstanden oder in einen anderen Kontext gesetzt würden.

"Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass der 'Schweigefuchs' noch vereinzelt verwendet wird", sagt Patricia Brandt. Nach den Sommerferien will die Bildungsbehörde vermehrt Mitarbeitende dafür sensibilisieren. Zuerst hatte der Weser-Kurier über das Thema berichtet.

Dieses Thema im Programm: Bremen Next, 11. Juli 2024, 15:08 Uhr