Bremen bringt ein Aufnahmeprogramm für Afghanen auf den Weg

Audio vom 14. Oktober 2021
Flüchtlinge aus Afghanistan kommen auf dem Flughafen in Madrid an.
Bild: DPA | Europa Press/ABACA
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  • Afghanische Flüchtlinge sollen ihre Familienangehörige nachholen dürfen
  • Voraussetzung: Sie müssen eine Aufenthaltserlaubnis haben und in Bremen wohnen
  • Der Bund muss dem Vorstoß der Bremer Koalition allerdings noch zustimmen

Die rot-grün-rote Koalition in Bremen hat sich auf ein Aufnahmeprogramm für Familienangehörige von afghanischen Flüchtlingen geeinigt. Afghaninnen und Afghanen, die eine Aufenthaltserlaubnis und ihren Wohnsitz im Land Bremen haben, sollen Angehörige hierher holen können. Das Aufnahmeprogramm muss allerdings noch vom Bund abgesegnet werden.

Denn: Das Bremer Aufnahmeprogramm berührt auch das Asylrecht und darüber entscheidet der Bund. Die Behörde von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) soll nun die entsprechende Verordnung für das Bundesinnenministerium erstellen, das dann darüber entscheiden muss.

SPD, Grüne und Linke kritisieren, dass es von Bundesseite noch kein derartiges Programm für Angehörige von in Deutschland lebenden afghanischen Flüchtlingen gibt. Dem Landesaufnahmeprogramm war eine monatelange Debatte in der Bremer Koalition vorausgegangen. Während sich vor allem die Linke früh dafür eingesetzt hat, lehnt Innensenator Mäurer das ab, weil es aus seiner Sicht vom Bund geregelt werden muss.

100 Menschen demonstrieren in Bremen für Afghanen-Aufnahmeprogramm

Video vom 12. Oktober 2021
Menschen mit beschriebenen Schildern am Domshof in Bremen
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 14. Oktober 2021, 16 Uhr