Videokünstlerin Karimah Ashadu erhält Bremer Kunstpreis

Inschrift "Den Bildenden Künsten Geweiht" an der Kunsthalle Bremen
Bild: DPA | Robert B. Fishman
  • Kunstpreis wird für Filminstallation "Cowboy" vergeben
  • Verleihung findet am 18. Oktober statt
  • Neun Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und Österreich waren nominiert

Die Videokünstlerin Karimah Ashadu erhält in diesem Jahr für ihre Filminstallation "Cowboy" den 48. Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen. Die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung soll ihr am 18. Oktober übergeben werden, wie die Kunsthalle in Bremen mitteilte. Ashadu wurde 1985 in London geboren und lebt in Hamburg und Lagos. Für den Preis waren neun Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und Österreich nominiert.

In der Raumkomposition, die neben kontemplativen Bildern einen Mann auf einem Pferd zeigt, wird der Blick zwischen zwei Projektionen hin und her geführt. In ihrer zugleich einfachen wie dichten Filminstallation gelinge es Ashadu poetisch und sinnlich die persönliche Geschichte des Protagonisten in Beziehung zu kolonialen Strukturen zu setzen, urteilte die Jury. Die Kameraführung sei ebenso überraschend wie gekonnt. Die Arbeiten der nominierten Künstlerinnen und Künstler sind noch bis zum 30. Oktober in einer Ausstellung der Kunsthalle zu sehen.

2020 ging die Bremer Auszeichnung an die österreichische Künstlerin Ulrike Müller für mehrere Wandarbeiten. Getragen wird der Preis seit 1985 von einem Stifterkreis des Kunstvereins in Bremen, der auch den Ankauf eines Werks des oder der Erstplazierten ermöglicht.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 14. September 2022, 16 Uhr