Gesundheitsgefahr: Behörde warnt vor Fisch aus der Ochtum

  • Der Fluss ist mit einem chemischen Stoff verschmutzt
  • Quelle des Giftstoffes ist vermutlich der Bremer Flughafen
  • Vorerst sollte kein Fisch aus der Ochtum gegessen werden
Die Ochtum

Angler sollten die Ochtum derzeit meiden – der Fisch in dem Fluss wird von der Bremer Gesundheitsbehörde als gesundheitsschädlich eingestuft. Grund ist eine hohe Belastung des Wassers mit einem chemischen Stoff, der vom Bremer Airport-Areal in die Ochtum gelangt. Die Flughafen-Feuerwehr hat bis 2003 einen Löschschaum verwendet, der inzwischen als gesundheitsschädlich gilt. Das Airport-Gelände ist teilweise damit verseucht und Regenwasser spült den Stoff in die Ochtum.

Spätestens zum Jahresende soll damit begonnen werden, die Giftstoffe aus dem Boden zu filtern, sagt eine Flughafen-Sprecherin. Aktuell wird die erste Anlage dafür gebaut. Die sollte eigentlich schon 2018 in Betrieb gehen. Die Planung habe sich allerdings verzögert, weil es kaum Experten zu diesem Thema gebe, heißt es. Der Airport hat vier Millionen Euro für die Bodenreinigung eingeplant – ob das reicht, ist aber noch unklar.

Auch Gärtner sollen Wasser nicht nutzen

Nach Angaben der Bremer Gesundheitsbehörde wurde bei der Fischart "Rotauge" eine hohe Konzentration Per-Fluor-Octan-Sulfon-Säure nachgewiesen. Der Stoff steht im Verdacht, Krebs auszulösen. Deshalb sollte bis auf weiteres kein Fisch aus dem Bereich Grollander Ochtum und weiter flussabwärts gegessen werden. Weil sich der Stoff auch in Pflanzen anreichern kann, sollten Gärtner ihre Pflanzen nicht mit Wasser aus der Ochtum gießen. Das Trinkwasser ist laut Behörde nicht betroffen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 25. März 2019, 14 Uhr