Bovenschulte ruft vor Bremer Moschee zum Kampf gegen Rassismus auf

  • Mahnwache vor Bremer Fatih-Moschee nach Bombendrohung
  • Islamverbände warnen vor Verharmlosung von Rassismus
  • Bürgermeister Bovenschulte: Islam und Muslime gehören zu Bremen
Video vom 21. Februar 2020
Luftaufnahme einer Moschee, vor der eine große Gruppe von Personen steht.

Angesichts des Terroranschlags von Hanau und der Bombendrohung gegen die Bremer Fatih-Moschee haben Islamverbände vor einer Verharmlosung von Rassismus gewarnt. Bei einer Mahnwache vor der Moschee in Gröpelingen rief der Vorsitzende der Schura Bremen, Murat Celik, die Bevölkerung dazu auf, angesichts des Hasses nicht zu schweigen. "Es betrifft nicht nur die Muslime, sondern die ganze Gesellschaft", sagte er zu buten un binnen.

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Auch Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte, der Islam und die Muslime gehörten zu Bremen. Angesichts des Rassismus sei nicht nur die Zivilgesellschaft gefordert, sondern auch die Politik. Er versprach im Namen des Bremer Senats, alles zu unternehmen, was in der Macht der Landesregierung steht, "damit alle Menschen frei, sicher und ohne Angst leben können".

Gegen diese geistigen Brandstifter machen wir gemeinsam Front. Denen dürfen wir keinen Fußbreit entgegenkommen – nicht im Handeln und auch nicht in der Argumentation.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte bei der Mahnwache an der Fatih-Moschee

Der Anschlag in Hanau und auch die Bombendrohung in Gröpelingen seien keine Taten "aus dem Nichts" gewesen. "Sie reihen sich ein in eine ganze Zahl von Terroranschlägen, von Hassverbrechen, die wir in den letzten Wochen und Monaten in Deutschland erleben mussten", sagte Bovenschulte. Er sprach von einer Bedrohung für die freiheitliche Gesellschaft und von einem "Klima der Ausgrenzung, der Angst und des Hasses, das ganz bewusst von einigen herbeigeführt und von vielen anderen aufgegriffen wird".

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 21. Februar 2020, 19:30 Uhr