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Corona-Ticker (16. April): Unterricht für Abiturienten beginnt bald

Bildungssenatorin Bogedan will eine schrittweise Öffnung der Schulen. Starten werden die Schüler, die in diesem Jahr ihre Abschlüsse machen. Die Entwicklung im Liveticker.

Die Bildungssenatorin Claudia Bogendan im Interview.
Claudia Bogedan möchte den Unterricht in den Schulen schrittweise starten. Bild: Radio Bremen

+++ Abiturienten starten bereits in der kommenden Woche +++

Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) will beim Schulstart in Bremen nichts überstürzen. "Wir müssen uns vorsichtig vortasten", sagte sie bei buten un binnen. "Es wird eine sehr vorsichtige Öffnung geben." Zuerst sollten nur diejenigen Schüler starten, "die in diesem Jahr noch ihre Abschlüsse machen müssen." Im zweiten Schritt würden dann diejenigen folgen, die im kommenden Jahr ihre Abschlüsse machen müssten. 

In der nächsten Woche starten in Bremen die Abiturprüfungen. An einigen Berufsbildenden Schulen laufen laut Bogedan bereits Prüfungen. "Wir werden dann am 27. April anfangen, die Zehntklässler reinzulassen, die sich in diesem Jahr auf ihren mittleren Schulabschluss vorbereiten," sagte die Senatorin. Ab dem 4. Mai würde dann der Unterricht für die Abiturienten des nächsten Schuljahres starten. Denn die müssen laut Bogedan in diesem Halbjahr noch relevante Prüfungen ablegen. Zudem würden auch am 4. Mai die Grundschulen für die vierten Klassen geöffnet. "Alles in kleinen Gruppen und für begrenzte Zeiträume", sagte Bogedan. Dabei würden nur die Kernfächer unterrichtet. Die Größe der Klassen solle zudem 15 Schülerinnen und Schüler nicht überschreiten. 

So finden Meinungsmelder und Bildungssenatorin die Corona-Lockerungen

Video vom 16. April 2020
Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan im Studio von buten un binnen.
Bild: Radio Bremen

+++ 49 neue Corona-Fälle im Land Bremen, 33 in der Flüchtlings-Erstaufnahmestelle +++

Laut Gesundheitsamt ist die Zahl der registrierten Corona-Infizierten im Land Bremen um 49 auf 553 angestiegen – ein Zuwachs von fast 10 Prozent. In der Stadt Bremen gibt es 48 neue Fälle – 33 Fälle davon wurden in der Erstaufnahmestelle für Geflüchtete in Vegesack festgestellt – in Bremerhaven ist es ein weiterer Corona-Fall. Inzwischen sind 286 Menschen im Land Bremen wieder genesen. Zudem wurde ein weiterer Todesfall registriert. Damit sind inzwischen 22 Menschen an den Folgen des Virus verstorben.

+++ Bremer Gastronomen fordern eine Perspektive +++

Das Gastronomie-Gewerbe beklagt eine fehlende Perspektive in der Corona-Krise. Die Gastronomen wünschten sich von der Politik Ansagen, wie es weitergehen soll, heißt es vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in Bremen.

Dass es nach der Besprechung der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin keine Aussagen zu Hotels, Restaurants und Kneipen gab, stört Bremens Dehoga-Geschäftsführerin Nathalie Rübsteck. Hotels und Gaststätten bräuchten bald Gewissheit, wann sie wieder öffnen dürften - zumal es zum Beispiel in Restaurants leichter sei, Abstandsregeln einzuhalten, als beim Einkaufen.

Geschäfte mit einer Größe von bis zu 800 Quadratmetern dürfen kommende Woche wieder öffnen. Die Bremer Interessengemeinschaft "Das Viertel" begrüßt das, die Rücklagen vieler geschlossener Läden seien bald aufgebraucht.

+++ Tourismusbranche hofft auf schnelle Lockerung +++

Die Tourismusbranche hofft auf eine schnelle Lockerung der Corona-Beschränkungen. Die Branche ist sich einig, dass Hunderttausende Jobs in Gefahr sind. Auch die Küstenländer Niedersachsen und Bremen seien stark betroffen. Die Branche braucht jetzt dringend eine Perspektive, so der Tourismusverband Niedersachsen. Er schlägt vor, mit der Öffnung von Tourismusbetrieben im ländlichen Bereich zu starten.

Der Deutsche Ferienhausverband hat inzwischen einen Rettungsschirm des Bundes gefordert. Zahlreiche Betriebe von der Vermittlungsagentur bis zum Privatvermieter stünden vor der Pleite. Tourismus-Betriebe sollen laut Beschluss der Bundesregierung noch mindestens bis 3. Mai geschlossen bleiben. Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen dürfen zurzeit nur noch zu dienstlichen Reisen genutzt werden.

+++ Bremische Kirche stellt Infektionsschutz vor Gottesdienst-Feiern +++

Gemeinden und führende Vertreter der Bremischen Evangelischen Kirche wünschen sich zwar mit Blick auf gemeinsame Gottesdienste eine Lockerung der Corona-Beschränkungen, stellen aber den Infektionsschutz voran. "Als Kirche werden wir weiterhin alles tun, was dem Ziel dient, die Gesundheit zu schützen", erklärte der theologische Repräsentant der Kirche, Pastor Bernd Kuschnerus. "Wir prüfen, welche Formen es geben könnte, wieder Gottesdienste in den Kirchen zu feiern, ohne neue Ansteckungsrisiken zu verursachen." Die bremische Kirche seit darüber mit den anderen Landeskirchen im Gespräch, sagte Kuschnerus.

Viele Gemeinden hätten gerade zu Ostern digitale Angebote für Andacht, Einkehr, Gebet und Verkündigung entwickelt, sagte Kuschnerus: "Wir sind als Kirche durch die Corona-Situation stärker digital unterwegs und bauen unsere mediale Kompetenz aus."

+++ Fernunterricht könnte Unterschiede bei Bildungschancen vergrößern +++

Lehrer im Land Bremen befürchten, dass der Fernunterricht während der Corona-Krise die Unterschiede zwischen Kindern aus sozial schwachen und sozial starken Familien weiter vergrößert. So sieht beispielsweise die Landesvorstandssprecherin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bremen (GEW), Elke Suhr, die Bildungsgerechtigkeit durch den unfreiwilligen Trend zum Fernunterricht an den Schulen gefährdet. "Die Schere geht extrem auseinander", sagt Suhr. Gerade in Bremerhaven sei Armut unter den Kindern sehr verbreitet, längst nicht alle hätten einen Internetzugang oder gar ein eigenes Endgerät. Suhr bezeichnet diese Jungen und Mädchen als "bildungsbenachteiligt".

+++ Zoo am Meer schließt Notschlachtungen aus +++

Der Tierpark Neumünster in Schleswig-Holstein hat wegen der Corona-Zwangsschließung Notpläne für das Schlachten seiner Tiere erarbeitet - und damit bundesweit für Empörung gesorgt. Für den Zoo am Meer in Bremerhaven kommt so eine Maßnahme nicht in Frage. "Darüber denken wir nicht einmal nach", sagte Zootierarzt Bastian Lange. "Da lassen sich immer andere Mittel und Wege finden."

Auch den Zoo am Meer in Bremerhaven trifft die aktuelle Situation hart. Normalerweise hätte es an Ostern große Umsätze gegeben, 3.500 Menschen täglich kommen laut Direktorin Heike Kück sonst in den Osterferien. Durch die Schließung verliere der Zoo am Meer jeden Tag etwa 23.000 Euro.

+++ Breminale-Organisatoren bedauern Absage des Festivals am Osterdeich +++

Durch die Entscheidung, Großveranstaltungen bis zum 31. August zu verbieten, kann auch die Breminale in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Organisatoren schreiben in einer Pressemitteilung, dass sie "untröstlich" seien. Dennoch seien sie auch "froh über die gewonnene Klarheit". Sie stünden hinter der politischen Entscheidung. "Wir konzentrieren unsere Arbeit jetzt auf die Breminale 2021", heißt es in der Pressemitteilung.

+++ Bremer Springturnier wegen Corona-Pandemie abgesagt +++

Das renommierte Bremer Springturnier kann in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden. Der gastgebende Reit-Verein RC Rosenbusch-Oberneuland sagte die Veranstaltung am Donnerstag ab und folgte damit den Beschlüssen der Politik, wonach bis zum 31. August keine Großveranstaltungen erlaubt sind. "Gesundheit ist unser höchstes Gut, und die wollen wir auf keinen Fall gefährden", sagte Mit-Veranstalter Hergen Forkert. Das Reit-Event war vom 14. bis 17. Mai geplant. Die Organisatoren hatten mit rund 200 Teilnehmern gerechnet. Im vergangenen Jahr waren rund 5.000 Zuschauer gekommen. "Ein Turnier ohne Zuschauer kommt für uns nicht in Frage", sagte der Erste Vorsitzende Jörn Forkert.

+++ Tourismusbranche vermisst Perspektive für Lockerungen +++

Die Tourismusbranche in Niedersachsen fordert einen Neustart für Bereiche, in denen sich die Zahl der Besucher auch unter Corona-Regeln leicht lenken lässt. Dies könnte mit Angeboten im ländlichen Raum beginnen, sagte Sonja Janßen, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Niedersachsen, am Donnerstag in Jever. Auch die Nutzung von Zweitwohnungen oder Wohnmobilstellplätzen könnte wieder erlaubt werden. Ähnliche Vorschläge habe auch der Deutsche Tourismusverband gemacht. Es sei bedauerlich, dass in dem am Mittwoch von Bund und Ländern vereinbarten Lockerungen eine Perspektive für den Tourismus fehle.

"Der Schutz der Bevölkerung geht vor", betonte Janßen. Auch müsse man den Effekt der Maßnahmen bis Anfang Mai abwarten. "Daran müssen wir uns alle halten." Aber danach müsse es auch für die Ferienbranche Klarheit geben. Wirtschaftlich hätten die Tourismusanbieter in Niedersachsen "das erste Halbjahr mehr oder weniger abgeschrieben".

+++ Intensivmediziner: Beatmungsgeräte können gefährlich sein, sind mitunter aber alternativlos +++

Wegen der Corona-Pandemie ist der weltweite Bedarf an Beatmungsgeräten hoch – auch Bremen hat hier deutlich aufgerüstet. In den Augen des Intensivmediziners des Klinikums Bremen-Mitte, Rolf Dembinski, ist die invasive Beatmung allerdings ein "zweischneidiges Schwert". Um die Lungenfunktion sicherzustellen, müsse bei der Beatmung ein "gewisser Druck" aufgebaut werden. "Das ist Stress für die Lunge und kann zu einer mechanischen Schädigung des Lungengewebes führen." Je kränker der Patient, desto invasiver müsse die Beatmung eingestellt werden, was wiederum mehr Stress für die Lunge bedeute. Hierin liegt ein besonderes Risiko für Corona-Patienten.

Das Verfahren sei aber mitunter die letzte Möglichkeit. Laut Dembinski sind derzeit zwölf Betten für Patienten mit schweren Verläufen reserviert von denen aktuell acht belegt seien. "Die Patienten mit schweren Verläufen sind seit drei Wochen bei uns. Sie sind auf dem Weg der Besserung, momentan entwickeln sich alle in eine ganz gute Richtung."

+++ Papenburger Meyer-Werft wird weniger Kreuzfahrtschiffe bauen +++

Angesichts der Corona-Krise werde die Werft nur noch zwei Schiff pro Jahr bauen - statt wie bisher drei. Das kündigte die Werftleitung auf der Homepage des Unternehmens an. Geschäftsführer Thomas Weigend spricht von der schlimmsten Krise in der Geschichte der Kreuzfahrtbranche. Die Werft geht davon aus, dass frühestens 2023 neue Schiffe bestellt werden.

+++ Weniger E-Roller auf Bremens Straßen +++

Der E-Scooter-Anbieter Voi hat in Bremen seine 500 Roller von der Straße genommen. Das Unternehmen will die Roller in der Corona-Krise neu eingerichteten Lieferdiensten zur Verfügung stellen. Interessierte Unternehmen können sich per E-Mail bei dem Roller-Anbieter melden. Der E-Scooter Anbieter Tier hat weiterhin Roller auf Bremens Straße im Einsatz.

+++ Bovenschulte: Vielleicht wird Außengastronomie in zwei Wochen erlaubt +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte bedauerte es im Gespräch mit Bremen Zwei, dass Cafés, Kneipen und Restaurants wegen der Corona-Pandemie vorerst geschlossen bleiben müssen. Doch auch das sei alles andere als willkürlich. In der Gastronomie sei das Infektionsrisiko höher als beispielsweise in einem Laden, wegen der deutlich längeren Aufenthaltsdauer.

Die gute Nachricht aber lautet: Wenn sich die Infektionszahlen einigermaßen positiv entwickeln, werden wir in zwei Wochen über Lockerungen für die Außengastronomie sprechen können.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Bund und Länder wollen Corona-Beschränkungen langsam zurückfahren

Video vom 15. April 2020
Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte in der Pressekonferenz.
Bild: Radio Bremen

+++ Bürgermeister Bovenschulte: 800 Quadratmeter sind nicht willkürlich gewählt +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat die Kritik an den beschlossenen Rahmenbedingungen für die Lockerungen für Einzelhändler zurückgewiesen. Ab nächster Woche sollen in Bremen zunächst Geschäfte mit einer Ladenfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen können.

Irgendwo mussten wir die Grenze ziehen, um nicht zu viele Kundenströme auszulösen. Die Größe von 800 Quadratmetern ist aber nicht willkürlich gewählt. Dort liegt juristisch gesehen die Grenze von nicht großflächigen zu großflächigen Geschäften.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Der Bremer FDP-Chef Hauke Hilz hatte die Grenzziehung bei 800 Qaudratmetern zuvor als "willkürlich" und "nicht nachvollziehbar" kritisiert.

+++ Bovenschulte: Disziplin der Menschen macht Lockerungen überhaupt erst möglich +++

Dass jetzt über Lockerungen der umfassenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie gesprochen werden könne, sei dem disziplinierten Verhalten der Bremerinnen und Bremer zu verdanken, sagt Bürgermeister Bovenschulte auf Bremen Zwei.

Das dürfen wir jetzt nicht auf's Spiel setzen. Wir müssen weiter vorsichtig sein.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

+++ Bürgermeister Bovenschulte: Bremerinnen und Bremern sollten Mundschutz tragen +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagt im Gespräch auf Bremen Eins, dass in Bremen eine dringende Empfehlung für das Tragen von Masken beschlossen werden soll. Einige Länderchefs hätten sich für eine Pflicht ausgesprochen. Diese Haltung hat sich aber nicht durchgesetzt. Trotzdem sollte man sich aber schon "unbedingt" an diese Empfehlung halten. Bovenschulte sagte auch, dass die Geschäfte Mundschutzmasken bereitstellen sollen.

Zu den angekündigten Öffnungen von Geschäften ab nächster Woche sagt Bovenschulte, dass der Bremer Senat in den kommenden Tagen die Beschlüsse von Bundeskanzlerin Merkel und der Länderchefs in eine Rechtsverordnung für das Land Bremen bringen werden. Diese werde dann genau regeln, welche Läden ab wann wieder öffnen dürfen. Man müsse dann eben irgendwo die Grenze ziehen, Läden bis zu welcher Größe wieder öffnen dürfen.

+++ Bovenschulte: Wir brauchen Konzepte für die Schulen +++

Die Schulen sollen ab Anfang Mai schrittweise wieder mit dem Unterricht beginnen. Hier schrittweise und vorsichtig vorzugehen sei richtig, weil man erst noch schauen müsse, wie ein infektionsschutzgerechter und dennoch guter Unterricht aussehen kann, sagt Bürgermeister Andreas Bovenschulte.

Wir müssen schauen, wie man infektionsschutzgerechten Unterricht machen kann.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

+++ Bovenschulte: Cafés, Restaurants und Kneipen müssen vorerst geschlossen bleiben +++

Er verstehe den Wunsch von jedem, bald wieder seinem Geschäft nachgehen zu können, sagt Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte auf Bremen Eins. In der Gastronomie sei es aber besonders schwer, Abstände einzuhalten. Daher hätten sich die Länderchefs und die Bundeskanzlerin darauf verständigt, die Gastronomie eher in einem zweiten Schritt wieder zu öffnen.

In zwei Wochen können wir dann über weitergehende Schritte diskutieren.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Dass Großveranstaltungen wie die Sail in Bremerhaven und die Breminale in Bremen bis zum 31. August nicht stattfinden können, bezeichnet Bovenschulte als sehr schade.

+++ Bremer FDP-Chef kritisiert Rahmenbedingungen für Ladenöffnungen +++

Politiker in Bremen und Bremerhaven haben die angekündigten Lockerungen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie im Großen und Ganzen begrüßt. Der CDU-Landesvorsitzende Carsten Meyer-Heder sagte, dass die beschlossenen schrittweisen Öffnungen dringend notwendig seien, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. FDP-Landeschef Hauke Hilz kritisiert, dass Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern ab Montag vorerst nicht wieder öffnen dürfen. Die Landesvorstandssprecherin der Bremer Linke Cornelia Barth forderte, dass Schutzstandards und Hygiene für alle verfügbar sein müssten – auch zum Beispiel für Obdachlose oder Flüchtlinge. Für Hartz-4-Empfänger sei angesichts steigender Preise eine Corona-Beihilfe denkbar, sagte Barth.

+++ Bürgermeister Bovenschulte erklärt Corona-Lage in Bremen auf Bremen Eins und Zwei +++

In den Augen von Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) ist bei der Telefonkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder ein insgesamt gutes Ergebnis zustande gekommen. Er appelliert nun an die Bürger, sich auch weiterhin an die Kontaktbeschränkungen und Auflagen zu halten.

Es wird an uns liegen, ob diese Lockerungen gut ausgehen. Dass wir jetzt über Lockerungen sprechen können, ist ein fragiler Zwischenerfolg. Wir müssen weiter sehr vorsichtig bleiben.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

+++ Erstmals landesweit über 500 bestätigte Corona-Fälle +++

Laut Gesundheitsamt ist die Zahl der registrierten Corona-Fälle im Land Bremen auf 504 angestiegen. Alle sieben neu-gemeldeten Infizierten kommen aus der Stadt Bremen, wo es nun 478 Corona-Fälle gibt. In Bremerhaven blieb es bei 26 Infizierten. Inzwischen sind 271 Menschen im Land Bremen wieder genesen. Weitere Todesfälle wurden nicht registriert. Es bleibt bei 21 Menschen, die an den Folgen des Virus verstorben sind.

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+++ Klinikum Links der Weser beendet Aufnahmestopp +++

Der teilweise Aufnahmestopp im Klinikum Links der Weser ist weitgehend wieder aufgehoben. Dem Gesundheitsressort zufolge ist die Station 52 im Bereich der Geburtshilfe seit heute wieder für Belegungen geöffnet. Die Station 23 im Bereich der Kardiologie soll demnach voraussichtlich am kommenden Montag wieder für Belegungen geöffnet werden. Voraussetzung dafür seien keine neu auftretenden Erkrankungsfälle beim Personal dieser Station.

Das Gesundheitsressort hatte mit dem partiellen Aufnahme- und Verlegungsstopp auf insgesamt 32 bestätigte Corona-Fälle in der Belegschaft reagiert. Auf der Station 52 seien seit 14 Tagen keine neuen Erkrankungsfälle beim Personal aufgetreten, auf der Station 23 werde das am Montag der Fall sein. Das dann eingesetzte Personal könne demnach als gesund eingestuft werden. Die Stationen seien vollständig desinfiziert, eine Infektionsgefahr liege demnach nicht vor.

+++ Die neuesten Corona-Informationen aus Bremerhaven +++

Jeden Abend schalten wir bei buten un binnen-Fernsehen live ins Radio Bremen-Studio nach Bremerhaven. Dirk Bliedtner berichtet über den dortigen, aktuellen Stand der Corona-Krise.

Bremer Virologe: "Die Zahl der Infizierten war und ist viel höher"

Video vom 13. April 2020
Virologe Andreas Dotzauer im Studio von buten un binnen.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 16. April 2020, 19:30 Uhr