Fahrplananpassung wegen Corona: Busse und Bahnen zur Rushhour voll

  • BSAG setzt in der Coronakrise weniger Fahrzeuge ein
  • Trotz Nachbesserung volle Busse und Bahnen in der Rushhour
  • Pandemie-Vorgaben Grund für Einschränkungen

BSAG kürzt Fahrplan wegen Corona: Linie 63 Richtung GVZ überfüllt

Video vom 19. März 2020
Gefüllte Straßenbahn in Bremen

Die Bustüren öffnen sich, langsam steigen die Wartenden ein, es dauert, bis alle drin sind und der letzte Fahrgast passt nur noch knapp in den Bus – Abstand halten war auf der Fahrt ins Güterverkehrszentrum am frühen Donnerstagmorgen nicht drin. Diese Bilder zeigt ein Video, das eine besorgte Userin buten un binnen geschickt hat. Die BSAG reagiert auf die Situation, schickt zwei weitere Busse, um die vielen Angestellten, die im GVZ arbeiten, ans Ziel zu bringen.

BSAG beobachtet Fahrgastaufkommen

Wegen der Coronakrise hat die BSAG am Mittwoch ihren Fahrplan umgestellt. Bereits da zeigte sich, dass die Fahrzeuge auf vielen Linien zur Stoßzeit überfüllt waren. Die BSAG versprach nachzusteuern. Am Donnerstag stellte die BSAG auf allen Betriebshöfen Busse und Bahnen bereit, um gegebenenfalls kurzfristig Unterstützung zu schicken. Das Unternehmen beobachtet das Fahrgastaufkommen über Kameras an Domsheide und Hauptbahnhof und durch Mitarbeiter an Haltestellen. Die Fahrer geben ebenfalls Rückmeldung an die Zentrale.

Mindestabstand nicht einzuhalten

Grundsätzlich gilt allerdings: Der zur Ansteckungsvermeidung eingeforderte Mindestabstand von 1,5 Metern ist in öffentlichen Verkehrsmitteln zu Stoßzeiten nicht umsetzbar. Die BSAG setzt aufgrund von Pandemie-Vorgaben weniger Personal ein. Dabei geht es darum, die Mitarbeiter zu schützen und so den Betrieb aufrechtzuerhalten. Zu Stoßzeiten werden schon mehr Fahrzeuge eingesetzt – das sind allerdings immer noch 25 Prozent weniger als beim normalen Fahrplan. Am Donnerstagmorgen fuhren auf allen Linien zusätzliche Fahrzeuge.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Morgen, 19. März 2020, 6:20 Uhr