Geplantes Einwanderungsgesetz könnte Bremens Migrationsamt belasten

Zwei deutsche Reisepässe liegen auf einem Tisch
Bild: DPA | Winfried Rothermel
  • Innensenator: Einwanderungsgesetz würde Mehraufwand für Migrationsamt bedeuten.
  • Bundesregierung will Ausländern Zugang zu Arbeitsmarkt erleichtern.
  • Senat befürwortet Pläne für einfachere Einbürgerung.

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) rechnet durch vereinfachte Einbürgerungen mit mehr Aufwand im Migrationsamt. Wie andere Mitglieder des Bremer Senats begrüßt Mäurer aber die Liberalisierung im Staatsbürgerschaftsrecht. Die Bundesregierung will es vor allem ausländischen Fachkräften erleichtern nach Deutschland zu kommen und hier zu arbeiten.

Die Ausländerbehörden sind laut Innensenator Mäurer bereits stark belastet. Bereits jetzt hätten sich viele Vorgänge aufgestaut. Die Pläne der Bundesregierung, künftig leichter die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten, führten zu noch mehr Aufwand, so Mäurer. Bremen sei davon besonders betroffen, weil hier im Vergleich zu anderen Städten sehr viele Menschen aus dem Ausland leben, die dann eingebürgert werden könnten.

Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) fordert einen unkomplizierten und verkürzten Weg in die deutsche Gesellschaft vor allem für Kinder von Ausländerinnen, die schon lange legal und gut integriert in Deutschland leben. Wirtschafts- und Arbeitssenatorin Kristina Vogt (Linke) hält ausländische Fachkräfte auch für wichtig und erforderlich für den Bremer Arbeitsmarkt. Deshalb müsse es einfacher und schneller werden ausländische Abschlüsse anzuerkennen.

Bild: DPA | Georg Wenzel

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 2. Dezember 2022, 7 Uhr