Kohle-Frachter auf der Weser in Bremen nach Kollision havariert

Der havarierte Kohlefrachter "Helga" auf der Weser

Binnenschiff auf der Weser in Bremen havariert

Bild: Radio Bremen | Serena Bilanceri
  • Binnenschiff kollidiert in Höhe des Kelloggs-Geländes mit anderem Boot.
  • Frachter ist stark beschädigt und droht zunächst zu sinken.
  • Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort.

In Höhe des Kelloggs-Geländes in Bremen ist am Donnerstagabend ein Binnenschiff havariert. Wie die Polizei mitteilte, war der 85 Meter lange Frachter "Helga" mit einem Schlepperboot zusammengestoßen und danach gegen die Uferbefestigung gefahren. Die Gründe für die Kollision sind bislang nicht geklärt. "Helga" ist mit knapp 1.300 Tonnen Kohle beladen.

Der Frachter wurde bei dem Zusammenstoß so stark am Backbordbug beschädigt, dass Wasser in das Schiff lief. Die Feuerwehr befürchtete zunächst, dass es sinken könnte. Inzwischen konnten Einsatzkräfte das Leck abdichten. Auch das ins Schiff gelaufene Wasser wurde abgepumpt, teilte die Polizei mit. Laut einem Polizeisprecher wurden 2.000 Liter pro Minute aus dem Schiff abgepumpt. Bis Mitternacht waren die Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr und die DLRG mit einem Großaufgebot vor Ort.

Der havarierte Kohlefrachter "Helga" auf der Weser
Frachter "Helga" liegt am Freitagmittag mit der geladenen Kohle an der Kaje. Bild: Radio Bremen | Serena Bilanceri

Frachter liegt noch an der Unfallstelle

Der Frachter liegt aktuell noch in der Überseestadt. Er wurde am Weserkai befestigt, weil er bei der Kollision so stark beschädigt wurde, dass er nicht selbst weiterfahren kann. Das Schlepperboot wurde nur leicht beschädigt und konnte die Fahrt fortsetzen. Die Einsatzkräfte beraten noch über das weitere Vorgehen. Ein Bagger werde die Kohle-Ladung voraussichtlich auf ein anderes Schiff umladen. Der havarierte Frachter müsse dann zur Reparatur in eine Werft gebracht werden, hieß es am Donnerstagabend.

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Betriebsstoffe der Schiffe sind nach Angaben der Polizei bei dem Zusammenstoß nicht ausgetreten, vorsichtshalber wurden aber Ölbarrieren ausgelegt. Die Wasserschutzpolizei ermittelt jetzt die Ursache des Unfalls.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 14. Oktober 2022, 7 Uhr