Sportblitz vom 9. Januar 2023

Sportblitz vom 9. Januar 2023

Bild: Radio Bremen

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Willkommen zu einer neuen Sportblitzwoche. Die beginnen wir mit Eishockey und Werder. Werder ist vorhin auf dem Flughafen Bremen gelandet nach einer Woche Trainingslager im spanischen Murcia. Bei der Saisonvorbereitung wurde geschuftet und geackert. Am Ende gab es in der Personalie Füllkrug noch Unruhe. Stephan Schiffner. Eigentlich ist alles normal heute Vormittag. Niclas Füllkrug mit Rollköfferchen auf dem Weg zum Bus. Abreise aus dem Trainingslager. Doch Werders Nationalstürmer hat seinen Berater gewechselt. Einige Beobachter sehen das als Signal für einen möglichen kurzfristigen Transfer. Er ist auf uns zugekommen. Er hat uns darüber berichtet, dass er in seinem Umfeld eine Veränderung vornehmen wird. Er will noch mal einen anderen Input von außen haben. Für uns ist es so, dass wir nicht zusammenzucken. Wir haben das besprochen. Es ist jetzt auch nicht so, dass Niclas jetzt einen Transfer im Winter forcieren will. Von daher ist alles beim Alten. Werder plant weiter mit Füllkrug. Das ist eine Erkenntnis aus dem Trainingslager in Murcia. Sonnenschein und 20 Grad, jeden Tag. Auch abseits vom Trainingsplatz lässt es sich also gut aushalten. Trotz des guten Wetters: Der Trainer ist nicht gerade im Stimmungshoch. Man sieht durchaus, dass der ein oder andere noch viel zu lernen hat, speziell von den jüngeren Spielern. Man sieht, wenn drei, vier Spieler nicht auf dem Platz stehen, dass das schwierig ist. Daher ist das auch eine Erkenntnis. Romano Schmid hat sich am linken Knie verletzt - die Diagnose steht noch aus. Abgesehen davon gibt es keine nennenswerten Verletzungsprobleme. Dennoch schlägt der Trainer Alarm, die Personaldecke sei zu dünn. Das macht sich auch direkt in der Qualität im Spiel und auch im Training bemerkbar, wenn ein paar Jungs fehlen. Man muss dann kucken, dass der ein oder andere nächste Woche wieder dazukommt. So sind wir etwas dünn auf der Brust. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten fehlen, sodass wir schon mit dem aktuellen Kader arbeiten müssen. Das ist der aktuelle Stand. Wir wissen auch, dass nicht viel passieren darf, dass wir in der Breite nicht so besetzt sind wie andere. Mit Verstärkungen ist also nicht zu rechnen. Dieser Kader soll es richten. Sportlich unverzichtbar ist Niclas Füllkrug. Bei Werder hoffen sie, dass der Stürmer trotz Beraterwechsel bis zum Sommer an Bord bleibt. Die Baskets Oldenburg haben den Vertrag mit Spielmacher Bennet Hundt aufgelöst. Der 24-Jährige wollte den Verein auf eigenen Wunsch verlassen und wechselt zum Bundesliga- Konkurrenten Heidelberg. Im Eishockey hatten die Fischtown Pinguins zuletzt ein krasses Programm: 7 Spiele in 14 Tagen. Die letzten drei Partien haben sie gut gespielt, aber verloren. Alle unglücklich mit nur einem Tor. Auch gestern gegen die Straubing Tigers mit 3:4. Niko Schleicher. Die Pinguins-Profis hängen ihre Schlittschuhe an den Nagel - natürlich nur in der Kabine. Dafür gäbe es auch keinen Grund - trotz der knappen Niederlage. Wir haben gut gespielt. Manchmal ist der Gegner effektiver. Wir können aber viel Positives mitnehmen. Heute war wieder so ein Tag, wo der Gegner aus wenig viel gemacht hat. Wir haben gespielt, wie wir es wollten. Es war unglücklich. Das Team von Trainer Thomas Popiesch wird zweimal früh kalt erwischt. Erstes Drittel. Die Pinguins in Blau kriegen den Puck nicht rausgespielt. Schon wird's kurios. Straubings Passversuch landet im Tor. Der Schuss, abgefälscht vom Schlittschuh eines Mitspielers, erwischt Pinguins-Keeper Franzreb auf dem Weg zur Bande. 0:1 nach 54 Sekunden. Zweites Beispiel, zweiter Abschnitt. Die Pinguins gewinnen das erste Bully, verlieren aber umgehend die Scheibe. Das 1:2 - nur sieben Sekunden nach dem Drittelstart. Wieder unnötig. In der ersten Minute im ersten Drittel, das ist ein Glücksschuss, das muss man mental wegstecken. Das haben wir gut gemacht. Das zweite Tor darf uns so nicht passieren. Das ist unglücklich, aber wir müssen das besser verteidigen. Wir haben alles versucht, die Jungs haben es gut gemacht. Mehr Scheibenbesitz, mehr Chancen. Die Pinguins sind besser und zeigen bisweilen Eishockey vom Feinsten. Vier Pässe bis zum Ausgleich: Dominik Uher mit dem 1:1. Zur Freude der rund 4400 Zuschauer. Auch im zweiten Drittel können die Pinguins wieder ausgleichen. Doch Ziga Jeglic vergibt die Riesenchance zum 2:2. Stattdessen der direkte Gegenzug. Bremerhaven kassiert das 1:3 - bitter. Wir müssen positiv bleiben und in der Trainingswoche an der Präzision arbeiten, dass wir da noch stärker werden. Eine Stärke: der Kampfgeist, auch im letzten Drittel. Der Finne Antti Tyrväinen setzt nach seinem Schuss energisch nach. Trifft zum 2:3. Doch 7 Spiele in 14 Tagen kosten Kraft. Die Pinguins lassen kaum Chancen zu, Straubing aber ist eiskalt. Wie beim 2:4. Die Niederbayern ein schwerer Brocken, Tabellenvierter. Die Pinguins können nur noch einmal verkürzen. Konter über Alex Friesen, der 3:4-Endstand. Schon die 13. Niederlage mit nur einem Tor Unterschied. Man ist nah dran, einen halben Schritt, um den Sieg oder einen Punkt zu holen. Das ist schwierig. Wir glauben an uns und machen weiter. Mit viel Fleiß vom Eis. Die Pinguins haben bis Sonntag Zeit, die dritte Pleite in Folge aus den Beinen zu strampeln. Dann steht um 14 Uhr das Nordderby in Wolfsburg an. In der Hallenhockey-Bundesliga der Damen hat der Bremer HC verloren. Mit 5:7 unterlagen sie in Hamburg beim Club an der Alster. Drei Spieltage vor Schluss haben die Bremerinnen den Klassenerhalt aber sicher. Morgen lernen Sie bei uns Anne-Kathrin Laufmann kennen, Werders erste Frau in der Geschäftsführung. Noch einen schönen Abend. Tschüss.

Moderatorin

  • Pascale Ciesla