Deutsche Erdöl stoppt vorerst Suche nach Erdgas im Bremer Umland

Zu sehen ist ein Truck zum Erdgasbohren.

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Gesendet am: 2. Dezember 2018

Die Deutsche Erdöl AG will die umstrittene Suche nach Erdgasvorkommen im Bremer Umland vorerst aussetzen. Das kündigte Unternehmenssprecher Uwe-Stephan Lagies bei buten un binnen an.

Wir nehmen die Sorgen und die Diskussionspunkte, die wir sehen, sehr ernst. Und deshalb möchte ich hier und heute informieren und erklären, dass wir das Projekt aussetzen werden und den Antrag auf Genehmigung beim zuständigen Bergamt zurückziehen werden.

Uwe-Stephan Lagies

Einen entsprechenden Antrag auf Genehmigung beim zuständigen Landesamt für Bergbau werde die DEA zurückziehen. Das Vorhaben komme auf den Prüfstand. "Wir sind überzeugt, dass man das (die seismischen Messungen; Anm. d. Red.) sicher machen kann. Nichtsdestotrotz müssen wir ja auch im Einklang mit Stakeholdern der Region eine Akzeptanz haben. Das ist ein wichtiges Gebot, glaube ich, für Unternehmen. Man ist Teil der Gesellschaft, wir wollen für die Gesellschaft arbeiten, wir wollen Erdgas fördern für unser Land. Von daher wollen wir es durchführen, aber wir stellen es als solches auf den Prüfstand: Wir müssen ja diskutieren, was geht und wie geht es und wann geht es."

Ursprünglich wollte das Unternehmen Anfang des Jahres in den Landkreisen Diepholz, Verden, Osterholz und Rotenburg seismische Messungen und später Probebohrungen durchführen lassen, um Erdgasvorkommen aufzuspüren. Dagegen gab es aber heftigen Widerstand aus der Bevölkerung. Viele Anwohner befürchteten Umwelt- und Gebäudeschäden sowie Erdstöße.

Die Deutsche Erdöl AG (DEA) sucht im Bremer Umland weiter nach Erdgas. In acht Gemeinden soll es deshalb seismische Untersuchungen geben. Doch die Menschen in der Bremer Nachbarschaft wollen das nicht zulassen. Dazu im Studio: Uwe-Stephan Lagies, Sprecher der DEA-Group.

Autor

  • Holger Baars