5 Fakten vor Werders Härtetest in Wolfsburg

Ein echtes Nordderby ist es zwar nicht, aber die Bremer wollen am Sonntagabend gegen die "Wölfe" ihren Herbst-Blues vertreiben – dafür sollte endlich die Null stehen.

Claudio Pizarro verzieht neben Yuya Osako belustigt das Gesicht auf dem Weg zum Trainingsplatz.
Yuya Osako (links) und Claudio Pizarro gut gelaunt beim Abschlusstraining: Doch Pizarro konnte sich bisher noch nicht über ein Tor freuen – Werder gelang kein Jokertor. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

1 Klassischer Herbst-Blues

Der Herbst ist bei Werder Bremen schon lange nicht mehr golden gewesen, 2017 wurde Alexander Nouri Ende Oktober entlassen, 2018 ging es nach guten Saisonstart in dieser Jahreszeit bergab (von Ende Oktober bis Anfang Dezember nur ein Punkt aus fünf Bundesliga-Spielen) und auch aktuell läuft es nicht, zuletzt verloren die Bremer sogar zwei Mal hintereinander. Letztmals drei Pleiten in Folge gab es für Werder im Übrigen vor ziemlich genau einem Jahr, also natürlich im Herbst.

2 Das Händchen verloren

In der vergangenen Saison wurde Werder-Coach Florian Kohfeldt immer wieder für seine geschickten Einwechslungen gelobt: 14 Jokertore waren 2018/19 die zweitmeisten hinter Borussia Dortmund (in der Historie trafen Bremer Einwechselspieler nur 2006/07 öfter). Diese Magie ist in der laufenden Saison komplett verloren gegangen, Werder ist neben Düsseldorf als einziges Team noch ohne Treffer eines Jokers.

3 Hinten zu offen

Ein Blick auf die Tordifferenz macht sehr deutlich, wo bei Werder die Probleme liegen: Die 19 eigenen Tore sind voll im Soll, 26 Gegentreffer werden hingegen nur von drei Teams überboten. Die Bremer blieben erst einmal ohne eigenes Tor (lediglich Leipzig und Bayern trafen immer), sind neben Mainz aber das einzige Team, das in der laufenden Saison noch nicht zu null spielte. Die Bremer bekommen die Defensive einfach nicht dicht.

4 Die Drei ist kein Erfolgsrezept

In den letzten beiden Bundesliga-Partien versuchte der Werder-Coach der Gegentorflut mit einer Dreierkette Herr zu werden, der Erfolg war mit zwei Niederlagen und fünf Gegentreffern überschaubar. Überhaupt war eine Drei-Mann-Abwehr bislang alles andere als ein Erfolgsmodell, vier Mal verteidigte Werder so in dieser Saison, holte nur einen von zwölf möglichen Punkten und wurde zehn Mal überwunden. Ebenfalls reichlich viele, aber im Schnitt dennoch weniger Gegentore gab es hingegen mit Viererkette und insgesamt war Werder mit dieser Defensivvariante im laufenden Spieljahr deutlich erfolgreicher (zehn Punkte in acht Partien bei 16 Gegentoren).

5 Die Defensive macht den Unterschied

Werder erzielte sechs Tore mehr als Wolfsburg, sammelte aber neun Zähler weniger als der Nordrivale. Während die Bremer wie erwähnt in dieser Saison noch nie ohne Gegentor blieben, sind die Wölfe die Zu-Null-Könige der Liga (in fünf der zwölf Partien stand die Null) und stellen zudem mit nur zehn Gegentreffern die beste Defensive dieser Bundesliga-Saison.

Defensiven im Vergleich

WolfsburgWerder
5Zu-null-Spiele0
10Gegentore26
145gegnerische Torschüsse175
3gegnerische Großchancen11
Quelle: Deltatre

Werder gegen Wolfsburg: Ein Ende der Misere?

Ein Plakat am Weserstadion von der Werder Mannschaft mit dem Aufdruck "FESTE.":

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 29. November 2019, 18:06 Uhr